Wald in Weißenfels

Wald in Weißenfels: Schwere Technik für das Waisenholz?

Weißenfels - Die angekündigten Pflegearbeiten im Waisenholz in der Weißenfelser Ortschaft Langendorf werden in den nächsten Tagen beginnen.

Von Andreas Richter 25.08.2017, 12:30

Die angekündigten Pflegearbeiten im Waisenholz in der Weißenfelser Ortschaft Langendorf werden in den nächsten Tagen beginnen. Darüber hat Holger Koth, Leiter des Forstbetriebs Süd des Landesforstbetriebs Sachsen-Anhalt, auf der jüngsten Sitzung des Umweltausschusses des Stadtrates informiert.

Das Waldstück in der Nähe des Freibades mit seinen bis zu 150 Jahre alten Bäumen soll gelichtet und darin auch Holz geerntet werden. Nach Bekanntwerden des Vorhabens waren kritische Töne laut geworden, weshalb sich nun der Umweltausschuss noch einmal damit beschäftigte.

„Wir wissen, dass auch Bäume ihren Lebenszyklus haben“

Der Ausschussvorsitzende Hans Klitzschmüller (Fraktion Die Linke) machte gegenüber der MZ deutlich, dass man nicht grundsätzlich gegen das Vorhaben sei. „Wir wissen, dass auch Bäume ihren Lebenszyklus haben“, sagte Klitzschmüller. Allerdings sollte nach Ansicht des Umweltausschusses noch einmal darüber nachgedacht werden, ob in dem kleinen Waldstück tatsächlich wie geplant mit schwerer Technik wie einem Harvester angerückt werden soll. Schließlich könne damit auch frischer Aufwuchs am Waldboden kaputt gemacht werden.

Die Arbeiten im Waisenholz sollen etwa zwei Wochen dauern. Während dieser Zeit ist das Waldgebiet gesperrt. Insgesamt sollen auf der knapp acht Hektar großen Fläche bis zu 600 Festmeter Holz entnommen und versteigert beziehungsweise verkauft werden. (mz)