„Von der Stadt müssen jetzt Impulse kommen“

„Von der Stadt müssen jetzt Impulse kommen“: Neue Runde im Streit um Rad-Konzept

Weißenfels - Die Debatte um ein Radwege-Konzept für Weißenfels geht in die nächste Runde. Oberbürgermeister Robby Risch (parteilos) will erneut Widerspruch gegen einen Beschluss des Stadtrates einlegen.

Von Andreas Richter 08.07.2019, 05:00

Die Debatte um ein Radwege-Konzept für Weißenfels geht in die nächste Runde. Oberbürgermeister Robby Risch (parteilos) will erneut Widerspruch gegen einen Beschluss des Stadtrates einlegen.

Auf seiner letzten Sitzung hatte der alte Stadtrat auf Antrag der Linken erneut beschlossen, dass bis zum Jahresende ein Konzept zum Radverkehr in der Stadt vorgelegt werden soll. Das hatte der Rat bereits auf seiner Sitzung im Mai getan. Doch Risch hatte Widerspruch gegen den Beschluss eingelegt und diesen mit fehlenden personellen Kapazitäten in seiner Verwaltung begründet.

OB Risch: „Ich bin grundsätzlich für ein Konzept für den Radverkehr in Weißenfels“

„Ich bin grundsätzlich für ein Konzept für den Radverkehr in Weißenfels. Doch dem konkreten Beschluss mit der vorgegebenen Terminkette kann ich nicht zustimmen“, sagte Risch im Stadtrat. Kurios: Aus dem am 27. Juni gefassten Beschluss geht unter anderem hervor, dass Risch bis zum 30. Juni einen Mitarbeiter aus der Verwaltung hätte bestimmen müssen, der das Radewege-Konzept erarbeitet. „Es geht nicht, dass im Rat Beschlüsse mit Forderungen gefasst werden, die nicht zu erfüllen sind“, so der Oberbürgermeister.

Nach Ansicht von Hans Klitzschmüller, Fraktionschef der Linken, wäre ein solcher Widerspruch des Verwaltungschefs jedoch kein gutes Zeichen. „Von der Stadt müssen jetzt Impulse kommen“, forderte Klitzschmüller. Er war Vorsitzender einer Arbeitsgruppe zum Radverkehr in Weißenfels, die sich unter anderem erfolgreich für die Aufhebung des Radfahrverbots in der Jüdenstraße eingesetzt hat.

Nach Ansicht von Risch könnte eine finanzielle Förderung des Vorhabens eine Möglichkeit sein. Beispiel könnte hier die Stadt Hohenmölsen sein. Dort sei mit Mitteln aus dem Programm Leader ein externes Büro mit einem Konzept für den Radverkehr beauftragt worden. (mz)