Umgestaltung als Kompromiss

Umgestaltung als Kompromiss: Stadträte stimmen für Parkplätze

Weißenfels - Aus Sicht der Weißenfelser Stadtverwaltung ist der Klingenplatz am Fuße des Schlosses Neu-Augustusburg mehr Schmuddelkind als Blickfang. „Derzeit führt der Platz ein trauriges Dasein, obwohl er eines der wichtigsten Eingangstore in die Altstadt darstellt“, urteilt etwa Stadtsprecherin Katharina Vokoun. Im Rathaus hat es daher den Plan gegeben, das Areal neu zu beleben, welches bisher als teils unbefestigter Parkplatz genutzt ...

Von Alexander Kempf 04.06.2019, 08:30

Aus Sicht der Weißenfelser Stadtverwaltung ist der Klingenplatz am Fuße des Schlosses Neu-Augustusburg mehr Schmuddelkind als Blickfang. „Derzeit führt der Platz ein trauriges Dasein, obwohl er eines der wichtigsten Eingangstore in die Altstadt darstellt“, urteilt etwa Stadtsprecherin Katharina Vokoun. Im Rathaus hat es daher den Plan gegeben, das Areal neu zu beleben, welches bisher als teils unbefestigter Parkplatz genutzt wird.

Die Mehrheit der Weißenfelser Stadträte kann sich aber nicht für diesen Vorschlag begeistern, bei welchem Parkbuchten zugunsten von Eibenblöcken und Sitzbänken verschwunden wären. Kleine Bäume sollten ursprünglich den direkten Blick auf die noch verbliebenen Parkplätze verhindern.

„Wir haben 50 Meter weiter weg einen Ruheplatz“

Umgesetzt wird nun aber nur ein Teil des Vorhabens. Denn vielen Stadträten erscheinen mehr Parkflächen in der Innenstadt wichtiger als zusätzliche Sitzgelegenheiten. Von den ursprünglich 16 Parkplätzen, die wegfallen sollten, werden nun etwa zehn doch erhalten bleiben. „Wir haben 50 Meter weiter weg einen Ruheplatz“, macht sich etwa Linke-Stadtrat Hans Klitzschmüller für den Erhalt von möglichst vielen Stellflächen stark.

„Wer in Weißenfels parken will, der findet einen Parkplatz“, widerspricht hingegen CDU-Stadtrat Manfred Rauner einer vermeintlichen Parkplatznot in der Weißenfelser Innenstadt und verweist auf den zusätzlichen Parkplatz, der gegenwärtig am Niemöllerplatz entsteht. Warum der Klingenplatz überhaupt ertüchtigt werden soll, fragt sich indes sein Fraktionskollege Peter Kungl. „Es ist doch ein funktionierender Parkplatz“, stellt er verwundert fest.

Oberbürgermeister warnt davor, sich vom guten Zustand der Stellflächen täuschen zu lassen

Oberbürgermeister Robby Risch aber warnt davor, sich vom guten Zustand der Stellflächen täuschen zu lassen. „Wir hatten noch keine harten Winter. Das ist nur eine Bitumenschicht“, so der Rathauschef. Nun wird der Klingenplatz tatsächlich ertüchtigt. Aber eben nicht so, wie vom Rathaus erhofft. Dabei hatte das schon Fördergeld in Höhe von einer Viertelmillion Euro für das Projekt in Aussicht.

Der notwendige Eigenanteil von ursprünglich rund 128.000 Euro könnte durch die abgespeckte Version nun durchaus geringer ausfallen. (mz)