Prozessauftakt in Halle

Ukrainerin soll Arbeiter für Schlachthof in Weißenfels eingeschleust haben

Eine Ukrainerin soll zwischen 2019 und 2020 dutzende Arbeiter für die „fleischverarbeitende Industrie“ illegal nach Weißenfels eingeschleust haben. Jetzt steht sie in Halle vor Gericht.

Von Max Hunger Aktualisiert: 14.11.2022, 13:13
Die Angeklagte (Mitte) vor Gericht.
Die Angeklagte (Mitte) vor Gericht. Foto: Hunger

Halle (Saale)/MZ - In Halle hat ein Prozess gegen eine mutmaßliche Schleuserin begonnen. Die Anklage wirft der Ukrainerin vor, zwischen 2019 und 2020 dutzende Arbeiter vor allem aus der Ukraine illegal nach Weißenfels (Burgenlandkreis) eingeschleust zu haben.

Anschließend sollen sie nach Überzeugung der Staatsanwaltschaft in der „fleischverarbeitenden Industrie“ gearbeitet haben. Nach MZ-Informationen waren die Arbeiter auch bei einem Subunternehmer des Tönnies-Schlachthofs in Weißenfels beschäftigt.

Die Angeklagte soll dabei als Mitglied einer Bande gehandelt haben, die den Arbeitern gefälschte Pässe besorgt und vor Ort Wohnungen zur Verfügung gestellt haben soll. Der Prozess wird fortgesetzt, weitere Informationen in Kürze.