Trauer

Trauer: RB Leipzig verabschiedet sich von Jenny

Weissenfels/Leipzig/MZ - Am Freitag hat sich der Fußball-Regionalligist RB Leipzig von Jenny Franke verabschiedet. Mit einer Schweigeminute vor dem Heimspiel gegen den VfB Auerbach gedachte der aktuelle Spitzenreiter der zwölfjährigen Weißenfelserin, die am vergangenen Sonntag ihrem Krebsleiden erlag (die MZ ...

Von Stefan Thomé UND ANDREA Hamann 16.03.2013, 22:18

Am Freitag hat sich der Fußball-Regionalligist RB Leipzig von Jenny Franke verabschiedet. Mit einer Schweigeminute vor dem Heimspiel gegen den VfB Auerbach gedachte der aktuelle Spitzenreiter der zwölfjährigen Weißenfelserin, die am vergangenen Sonntag ihrem Krebsleiden erlag (die MZ berichtete).

Das Mädchen hatte vor eineinhalb Jahren weitere Behandlungen gegen ihre Krankheit abgelehnt. Sie wollte so lange es geht so normal wie möglich leben. Ohne Medikamente, ohne Krankenhaus. Ihre Mutter Steffi akzeptierte das. „Ich bin mir sicher, dass Jenny es sonst gar nicht so lange geschafft hätte“, sagt sie dieser Tage.

Benefizspiel gegen RW Weißenfels

Als es damals darum ging, Spenden für Jenny zu sammeln, damit sie sich ihre kleinen Träume verwirklichen kann, organisierte der SV Rot-Weiß Weißenfels ein Benefizspiel gegen RB Leipzig. Die Sachsen sagten im September 2011 spontan zu und verzichteten zugunsten von Jenny auf ein Antrittsgeld, brachten sogar noch den eigenen Sicherheitsdienst mit. Rund 700 Zuschauer verfolgten dann in Zorbau das 19:2 für die Profis.

Jenny führte damals zusammen mit RB-Kapitän Daniel Frahn den Anstoß aus und nahm anschließend zwischen Chef-Coach Peter Pacult und Torwarttrainer Perry Bräutigam platz. Pacult trat gar ohne mit der Wimper zu zucken für diesen Abend freiwillig sein Amt ab. „Die Partie gehen wir mit aller Ernsthaftigkeit an, denn Jenny ist die Trainerin“, sagte er bei einer improvisierten Pressekonferenz.

Platz neben Frahn bleibt leer

Seither war Jenny ein großer Fan von Kapitän Frahn und durfte mehrfach an dessen Hand bei Heimspielen des RB Leipzig mit einlaufen. Frahns Hand blieb ihr zu Ehren am Freitag frei. Er war es dann auch, der in der 71. Minute mit seinem 15. Saisontor den 1:0-Siegtreffer erzielte. Mit dem Herzen war er da sicherlich bei Jenny.