Theatertage in Weißenfels

Theatertage in Weißenfels: Schüler lockten mit Musical „Elixier“Hunderte Besucher

Weißenfels - Die neunten Theatertage zeigen, dass die Weißenfelser ihr Bühnenfestival schätzen. Doch nicht alle Veranstaltungen zogen viele Besucher an.

Von Tatina Trakis 21.11.2017, 11:02

Rund 650 Menschen besuchten direkt am Eröffnungstag der diesjährigen Theatertage eine der beiden Vorstellungen des Musicals „Elixier“. Die Schüler des Weißenfelser Goethegymnasiums nahmen die Zuschauer mit zurück ins Bitterfeld der 1970er Jahre. Damit war es einer der erfolgreichsten Programmpunkte des diesjährigen Theaterfestivals.

3.200 Karten wurden insgesamt für die bunt gemischten Veranstaltungen verkauft. Gefördert werden die Theatertage vom Land mit 10.000 Euro und von Lotto mit 7.100 Euro. Die Stadt plane ungefähr 2.000 Euro an Eigenmitteln ein, so der Kulturamtsleiter Robert Brückner. Das gesamte Festival koste ungefähr 70.000 Euro.

Der Großteil werde durch die Kartenverkäufe gedeckt. „Eine Karte hat in diesem Jahr zwischen drei und 33 Euro gekostet“, so der Kulturamtsleiter. Oberbürgermeister Robby Risch fasst zusammen: „Die Theatertage in Weißenfels sind ein kleines Highlight im Jahr.“ Weißenfels sei ja keine klassische Theaterstadt.

Theatertage in Weißenfels: Großer Erfolg für Musical „Fletsch“

Zurück also zum Programm: Richtig gut sei ebenfalls das Musical „Fletsch“ beim Publikum angekommen, sagt Brückner. Der Raum in der Trofa, der um die 70 Besucher fasst, war bei drei der fünf Aufführungen komplett voll. Neben Weißenfelser Eigenproduktionen, standen auch einige überregionale Größen auf den Bühnen der Stadt. Zum Beispiel die drei Schauspielerinnen Karoline Eichhorn, Claudia Michelsen und Barbara Auer. „Es geht darum, viele verschiedene Zielgruppen zu erreichen,“ sagt Brückner. Deshalb werde der Theaterbegriff auch sehr weit gefasst.

Theatertage in Weißenfels: Auch diese Stücke fanden ihr Publikum

Aber auch klassische Bühnenstücke fanden ihren Weg nach Weißenfels. Molières „Eingebildeter Kranker“ begeisterte am Samstagabend als Abschluss der Theatertage die rund 250 Leute im Publikum des Kulturhauses. Auch „Die Leiden des jungen Werther“ besuchten ungefähr 300 Menschen. „Wobei man da wohl auch von einigen zwangsrekrutierten Schülern ausgehen muss,“ sagt Brückner. Nicht so großen Anklang fand die Hommage an Bob Dylan. Zu dem Konzert seien nur 50 Besucher gekommen.

Im nächsten Jahr feiern die Theatertage ihr zehnjähriges Jubiläum. Die Planung ist bereits in vollem Gange. Eine Fotoausstellung soll es geben, sagt Organisator Brückner. Der Liedermacher Heinz Rudolf Kunze stehe bereits als Programmpunkt fest. Dürrematts „Physiker“ seien ebenfalls angefragt. (mz)