Street Food-Festival in Weißenfels

Street Food-Festival in Weißenfels: Bald wird es richtig lecker

Weißenfels - Beim Street Food-Festival in Weißenfels werden Speisen aus fast der ganzen Welt angeboten. Und es wird auch musikalisch.

Von Andrea Hamann-Richter 24.02.2018, 08:00

Es wird richtig genüsslich in Weißenfels. Gerichte mit Insekten und Erbspüree, Südtiroler Strauben, spanische Tapas, Wildschwein vom Spieß, selbst gebackene Brötchen - das ist nur ein winziger Auszug der Speisekarte während des Street Food und Music Festivals vom 28. bis 29. April auf der Jüdenstraße.

Streetfood-Festival in Weißenfels: Das Essen wird ein Fest

Das Essen wird ein Fest. Das versprechen die Veranstalter Martin Papke, der als katholischer Gemeindejugendreferent in der Stadt tätig ist, und das Biwaq-Team. Biwaq steht für Bildung, Wirtschaft und Arbeit im Quartier und genau aus dem Grund ist dieses erste Festival auf die Beine gestellt worden. Vereine, Unternehmer, Schulen und weitere Teilnehmer engagieren sich.

Ines Schmidt vom Suppines in Weißenfels ist auch dabei. Sie hat sich vorgenommen, einen exotischen Salat zuzubereiten. „Außerdem werde ich verschiedene Suppen kochen, eine Bowle zubereiten und ein Curry anbieten, welches ich noch nie gekocht habe“, kündigt die Geschäftsfrau an.

Sie freut sich über diese Aktion und hofft, dass sie möglichst viele Menschen in die Innenstadt zieht. „Der Besucherstrom in Weißenfels ist durch die vielen Bauarbeiten nämlich rückläufig“, sagt sie.

Streetfood-Festival in Weißenfels: Kreativ kochen auf wenigen Quadratmetern

Im Vorfeld hatten sich die Akteure Gedanken gemacht, was sie den Gästen anbieten können. „Jeder konnte wählen, was er machen möchte“, so Papke über die Freiheit der Mitinitiator, ihrer Kreativität keine Grenzen zu setzen.

Die Gerichte kochen sie auf besondere Weise. Weil es ein Straßenfest werden soll, bereiten die etwa 50 Profis und Kochteams aus der Saalestadt und dem Burgenlandkreis ihre Köstlichkeiten aus fast der ganzen Welt in verschiedenen kleinen mobilen Küchen zu.

Das können Wagen, Tresen oder auch sogenannte Foodbikes sein. Dazu benutzen sie Gas- oder Campingkocher. An ihnen sind Bänke aufgestellt, auf denen die Besucher sitzen und die kleinen Snacks, genannt Fingerfood, ausprobieren können. Die Snacks kosten maximal fünf Euro. 

Streetfood-Festival: In Weißenfels soll es persönlich bleiben

Aus historischen Fahrzeugen, wie beispielsweise dem Fram, Baujahr 1960, Weinfässern und anderen außergewöhnlichen Ständen, werden Getränke gereicht.

Den Akteuren ist es wichtig, dass die Teilnehmer aus der Region stammen. Denn es gibt bereits Unternehmen, die große Street- Food-Veranstaltungen anbieten. Papke nennt als Beispiele Leipzig und Naumburg, wo diese professionell aufgezogenen Feste gefeiert wurden. In Weißenfels soll es persönlich bleiben. „Für uns ist der Fokus auf die Belebung der Innenstadt gerichtet. Wir wollen Menschen miteinander in Kontakt bringen“, sagt Martin Papke.

Insgesamt sind hundert Akteure beteiligt. Dadurch wird es nicht nur lecker, sondern auch bunt und vielfältig. Während der Veranstaltung gibt es durchgehend Aktionen für Kinder. Für sie und auch für Erwachsene findet zum Beispiel ein Schuhweitwurf statt - in Anlehnung an Weißenfels, das jahrelang von der Schuhindustrie geprägt war.

Streetfood-Festival in Weißenfels: Auch Musik wird gespielt

Die Einzelhändler, die ihre Geschäfte öffnen, stellen sich zudem vor. „Dazu gibt es Aktionen, die wir aber noch nicht verraten“, sagt Martin Papke und hält es somit spannend. „Wir haben mit vielen Menschen das Projekt begonnen und wir haben es mit wenig Verlusten zu Ende gebracht“, umschreibt er den bisherigen Stand der Vorbereitungen. Musikalisch wird das Fest von vielen Akteuren, wie Streichern, Saxofonisten und Klarinettenspielern, umrahmt. Die Burgen-Jazz-Band spielt ebenso wie Quotime, eine Band, die Hits von Status Quo spielt.

Seit einigen Tagen wird das Fest bei Facebook vorgestellt. Am 28. April findet das Festival von 10 bis 22 Uhr und am 29. April von 11 bis 18 Uhr statt. „Wir haben unser Herzblut reingesteckt und hoffen, dass wir nachhaltig etwas für die Stadt schaffen“, so der Jugendreferent. (mz)