Stadt bunkert Salz

Stadt bunkert Salz: Wie sich Weißenfels auf Eis und Schnee vorbereitet

Weißenfels - Hunderte Tonnen Streugut sind eingelagert: Wie sich Weißenfels und der Landkreis auf Tage mit Eis und Schnee vorbereitet haben.

Von Andreas Richter und Iris Richter 14.11.2018, 06:00

Auch wenn die Temperaturen in diesen Tagen eher an Frühling erinnern: Ab Mittwoch ist die Stadt Weißenfels in Winterbereitschaft. „Wir sind vorbereitet“, versichert Dominik Schmidt, Leiter des Bereichs Städtische Dienste bei der Stadt Weißenfels. Jeweils zwischen 3 und 20 Uhr bestehe eine Rufbereitschaft.

Wenn der Winter irgendwann zuschlägt, dann können ihm 70 städtische Mitarbeiter auf 18 verschiedenen Touren auf den kommunalen Straßen zu Leibe rücken. Acht große Winterdienstfahrzeuge und ebenso viele kleinere Traktoren, vor allem für die Beräumung der Wege in den kleineren Orten, stehen bereit. Zwischen 300.000 und 350.000 Euro kostet der Winterdienst die Kommune in jeder Saison.

Wie jedes Jahr hat sich Weißenfels mit Streusalz und Splitt bevorratet

Wie jedes Jahr hat sich Weißenfels mit Streusalz und Splitt bevorratet. Rund 250 Tonnen Salz liegen im Lager in der Leipziger Straße und in Hochsilos auf dem Gelände des Bauhofes in Weißenfels-West bereit. Zudem hat die Stadt rund 60 Tonnen Splitt eingelagert. Der Salz-Vorrat ist damit geringer als in vergangenen Jahren, wo etwa 400 Tonnen bereitlagen. Doch Schmidt beruhigt: Mit dem Lieferanten bestehe eine Vereinbarung, dass er bei Bedarf zügig 200 Tonnen Salz nachliefern kann. Bei einem durchschnittlichen Winter, so wie es in den vergangenen Jahren der Fall war, brauche man jedoch keine 400 Tonnen Streusalz, schätzt Schmidt ein.

Dass der erste Schnee trotz aller Vorbereitung doch wieder für die eine oder andere Aufregung sorgen wird, dessen ist sich Schmidt sicher. Deshalb verweist er schon mal auf die jeweils zwischen 7 und 21 Uhr geltende Räum- und Streupflicht der Anlieger. Details dazu seien in der Straßenreinigungssatzung der Stadt festgelegt.

Winterdienst: Straßen und Wege werden nach festgelegten Prioritäten befahren

Und natürlich beugt Schmidt auf den Klassiker eines jeden Winters vor: Wenn es gerade nachts geschneit hat, könnten die Mitarbeiter nun mal nicht überall gleichzeitig räumen. Straßen und Weg würden vielmehr nach festgelegten Prioritäten befahren. Ganz oben auf der Liste stehen da solche Hauptverkehrsstraßen wie die Merseburger Straße, die Beuditzstraße oder die Zeitzer Straße. Und: Nicht für jede Straße sei die Kommune zuständig.

Grünes Licht in Sachen Winterdienst kommt auch aus der Kreisstraßenmeisterei. „Wir sind vorbereitet. Allerdings erwarten die Leute ja immer, dass, wenn es geschneit hat, auch sofort alle Straßen wieder schwarz sind, das wird nicht passieren“, bestätigt Lutz Däumler, Leiter der Kreis-straßenmeisterei. Denn auch seine Leute könnten nicht überall gleichzeitig sein. 380 Kilometer Kreisstraßen habe der Betrieb, der an drei Standorten in Hohenmölsen, Zeitz und Bad Bibra ansässig ist, im gesamten Burgenlandkreis zu betreuen.

Neun eigene Fahrzeuge sowie zehn Fahrzeuge von Subunternehmen stünden dabei zum Schneeschieben und Abstumpfen zur Verfügung. 500 Tonnen Streumaterial seien an den drei Betriebsstandorten in Silos sowie in einem Lager in Krauschwitz eingelagert. „Unsere 32 Mitarbeiter sind während des Winterdienstes von 4 bis 20 Uhr auf täglich neun Touren im Einsatz“, erläutert Däumler. Und er appelliert an die Autofahrer, sich mit ihrer Fahrweise auf die entsprechenden Witterungsbedingungen einzustellen, aber auch ihre Fahrzeuge mit Winterreifen auszustatten. (mz)