Schulleiter beklagt Desinformationen

Schulleiter beklagt Desinformationen: Rektor kritisiert Schüler für Fridays for Future

Weißenfels - Seine Abschiedsworte an die Abiturienten des Weißenfelser Goethegymnasiums hat Schulleiter Jürgen Mannke genutzt, um den Klimastreik von Schülern unter dem Slogan „Fridays for Future“ zu kritisieren. Ihn ärgere es, so der Rektor wörtlich, wenn die junge Generation den Älteren hinsichtlich des Klimaschutzes Vorwürfe ...

Von Alexander Kempf 10.07.2019, 06:53
Eine Schülerin bei einer Fridays for Future Demonstration.
Eine Schülerin bei einer Fridays for Future Demonstration. dpa

Seine Abschiedsworte an die Abiturienten des Weißenfelser Goethegymnasiums hat Schulleiter Jürgen Mannke genutzt, um den Klimastreik von Schülern unter dem Slogan „Fridays for Future“ zu kritisieren. Ihn ärgere es, so der Rektor wörtlich, wenn die junge Generation den Älteren hinsichtlich des Klimaschutzes Vorwürfe mache.

Gerade in Ostdeutschland habe sich in Sachen Umweltschutz in den vergangenen 30 Jahren sehr viel getan. Um den jungen Menschen diese Errungenschaften vor Augen zu führen, würde er sie manchmal gerne mit einer Zeitmaschine ins Jahr 1989 „zurückbeamen“, äußerte Jürgen Mannke.

Schulleiter: Schüler können selbst viel mehr für mehr Klimaschutz bewirken

Aus seiner Sicht könnten auch die Schüler selbst viel mehr für mehr Klimaschutz bewirken. Der Schulleiter kritisierte etwa, dass im Winter Türen von Klassenzimmern offen gelassen werden und Schüler so Energie verschwenden. Der Besitz mehrerer Handys oder das Tragen von Markenklamotten sei seiner Meinung nach ebenfalls nicht nachhaltig.

„Auch Windräder und Elektroautos sind nicht der Weisheit letzter Schluss“, zitierte Jürgen Mannke einen Pädagogen aus Schleswig-Holstein und sprach in dem Zusammenhang von einer Desinformationskampagne. Er moniert, dass beispielsweise bei der Gewinnung von Silizium für die Batterien von Elektroautos natürliche Lebensräume in Südamerika zerstört werden.

„Ihr seid in der Lage solche ideologischen Halbwahrheiten zu hinterfragen“

„Ihr seid mit einem kritischen und wachen Verstand in der Lage solche ideologischen Halbwahrheiten zu hinterfragen“, wandte sich der Schulleiter direkt an seine Abiturienten. Ihnen riet er, im Kleinen anzufangen und selbst etwas für einen besseren Klimaschutz zu unternehmen.

Das Weißenfelser Goethegymnasium hat sich in diesem Jahr einen eigenen Nachhaltigkeitsbericht erarbeiten lassen und will mit den vorhandenen Ressourcen künftig noch nachhaltiger umgehen. In 30 Projekten werde daran gearbeitet. Im Herbst ist dazu auch eine Projektwoche geplant. (mz)