ÖPNV in und um Weißenfels

ÖPNV in und um Weißenfels: Zukünftig sollen weniger Bus fahren

Weißenfels - Auf veränderte Angebote werden sich die Nutzer von Bus und Bahn in den Jahren ab 2020 einstellen müssen. Denn es werden nach den Bevölkerungsprognosen dann deutlich weniger sein und die Finanzierung des Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) wird damit noch schwieriger. Deswegen kann es sein, dass dort, wo jetzt noch Busse halten, aber niemand oder nur wenige Menschen einsteigen, nur noch extra angeforderte Fahrten im angeboten werden. So die  Vorstellungen, die jetzt dem Wirtschaftsausschuss des Kreistages für ein zukunftssicheres ÖPNV-Konzept 2020 vorgestellt ...

Von Heike Riedel 02.10.2016, 06:00

Auf veränderte Angebote werden sich die Nutzer von Bus und Bahn in den Jahren ab 2020 einstellen müssen. Denn es werden nach den Bevölkerungsprognosen dann deutlich weniger sein und die Finanzierung des Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) wird damit noch schwieriger. Deswegen kann es sein, dass dort, wo jetzt noch Busse halten, aber niemand oder nur wenige Menschen einsteigen, nur noch extra angeforderte Fahrten im angeboten werden. So die  Vorstellungen, die jetzt dem Wirtschaftsausschuss des Kreistages für ein zukunftssicheres ÖPNV-Konzept 2020 vorgestellt wurden.

Rufbus soll Bedarf decken

In schwachen Bereichen soll bedarfsgerecht gefahren werden, heißt das. Aber mit dem Rufbus-System, das bisher im Burgenlandkreis vereinzelt eingerichtet ist, soll so die Möglichkeit erhalten werden, dass alle Haltestellen im Zweistundentakt bei Bedarf angefahren werden. Fordert ein Kunde die Fahrt an, wird ein Fahrzeug - das kann auch ein Taxi sein, das dann zu ÖPNV-Konditionen fährt - zu der im Fahrplan ausgewiesenen Zeit an der Haltestelle erscheinen. Ohne Anforderung aber kommt man von dort nicht weg. 

Die Einsparungen dort sollen zugunsten der stärker befahrenen Strecken wirken. Dort und auf den Trassen, die an Zugverbindungen und andere Linien anbinden, soll mehr Spielraum für einen regelmäßigen Taktfahrplan gefunden werden, der Fahrten im ein- oder zweistündigen Rhythmus mit Blick auf Anschlussverbindungen enthalten soll. Außerdem ist daran gedacht, die Schulanfangszeiten zwischen 7 und 8.30 Uhr zu staffeln, damit nicht zu viele Fahrzeuge gleichzeitig unterwegs sein müssen.  (mz)