Neue Verkehrsführung

Neue Verkehrsführung: Was sich in der Weißenfelser Innenstadt ändern wird

Weißenfels - Die Stadt Weißenfels will in nächster Zeit kleinere Veränderungen der Verkehrsführung in der Innenstadt testen. Wichtigste Änderung: Die Saalstraße soll in dem kurzen Abschnitt zwischen dem Abzweig Klosterstraße und der Straße Am Kloster für Gegenverkehr freigegeben werden. Bislang darf diese etwa 20 Meter lange Strecke mit Pkw nur von der Großen Brücke kommend befahren ...

Von Andreas Richter 19.05.2016, 05:00

Die Stadt Weißenfels will in nächster Zeit kleinere Veränderungen der Verkehrsführung in der Innenstadt testen. Wichtigste Änderung: Die Saalstraße soll in dem kurzen Abschnitt zwischen dem Abzweig Klosterstraße und der Straße Am Kloster für Gegenverkehr freigegeben werden. Bislang darf diese etwa 20 Meter lange Strecke mit Pkw nur von der Großen Brücke kommend befahren werden.

„Die Regelung ist vor Jahren entstanden, um den Verkehr aus der Altstadt zu nehmen“, erinnert Mike Arning von der örtlichen Verkehrsbehörde in Weißenfels. Mittlerweile sei man jedoch zu der Erkenntnis gelangt, dass es unter anderem für die Zufahrt zum Gymnasium günstiger sei, den kurzen Abschnitt in beide Fahrtrichtungen zu öffnen.

Die notwendigen verkehrsrechtlichen Vorbereitungen seien weitgehend getroffen. Wann genau die Probephase beginnt, konnte Arning noch nicht sagen.

Kreisverkehr am Niemöllerplatz

Einen zweiten Testfall sieht der Mann von der Stadt für die Dammstraße. Diese ist derzeit vom Kreisverkehr am Niemöllerplatz kommend nur ein paar Meter in Richtung Pfennigbrücke bis zum ersten Parkplatz befahrbar. Diese freigegebene Strecke soll nun jedoch um etwa 20 Meter verlängert werden, damit Autofahrer den weiter in Richtung Pfennigbrücke befindlichen Parkplatz erreichen können.

„Es geht um kleinere, maßvolle Eingriffe, die eine oder andere Optimierungsmöglichkeit“, sagt Arning zu den bevorstehenden Tests. Geht es um tiefgreifendere Veränderungen, da ist er eher skeptisch. Zumal er seit Jahren an einer Fortschreibung des sogenannten Teilverkehrsplans Altstadt arbeitet, im Stadtrat und Ausschüssen allerdings eher Zurückhaltung erntet.

Aktueller Bearbeitungsstand

So wie auf der jüngsten Sitzung. Da hatte Arning den aktuellen Bearbeitungsstand eines Plans vorgestellt, dessen Ursprünge im Jahr 2007 liegen. Seitdem ist die Gegenläufigkeit der Dammstraße immer wieder ein Thema. Das letzte Mal war die Aufhebung der derzeit geltenden Einbahnstraßenregelung in Richtung Niemöllerplatz im Jahr 2012 ins Gespräch gebracht worden.

Zu einer Entscheidung kam es jedoch nicht. Vor allem deshalb, weil nach Ansicht der Kritiker die Verkehrsbelastung mit einer solchen Lösung nur innerhalb der Innenstadt von einem Schwerpunkt zu einem anderen verschoben würde. Nach Ansicht von Mike Arning könnte eine solche Änderung in der Dammstraße durchaus funktionieren.

„Die Friedrichsstraße könnte spürbar entlastet werden“, meint Arning. Gerade im Abschnitt zwischen den beiden Kreisverkehren sei ein immer größeres Verkehrsaufkommen zu verzeichnen. Allerdings müssten die Verkehrsströme an der Engstelle an der Pfennigbrücke mit einer Ampel geregelt werden.

Teilverkehrsplan Altstadt

Nachdem Arning den aktuellen Stand in Sachen Teilverkehrsplan Altstadt vorgestellt hatte, hielt sich die Diskussionsfreude im Ausschuss für Stadtentwicklung allerdings arg in Grenzen. Ein wenig enttäuschend für die Vertreter der Stadtverwaltung.

„Wir brauchen ein Signal von den Stadträten, wie wir weiter vorgehen sollen“, so der zuständige Fachbereichsleiter Andreas Bischoff im Ausschuss. Bestimmte „Umleitungsszenarien“ in der Innenstadt hätten doch in der Vergangenheit gezeigt, dass die eine oder andere dauerhafte Veränderung in der Verkehrsführung durchaus Sinn machen könnte. So wie etwa die Gegenläufigkeit des Verkehrs im Bereich Leipziger Straße/Markt.

Während der monatelangen Bauarbeiten in der Dammstraße war diese Variante, bei der der Einbahnstraßenverkehr in der Großen Burgstraße gedreht wurde, praktiziert worden. Mit Erfolg, wie auch Mike Arning findet. Spätestens mit Fertigstellung des neuen Verkehrsknotens am Klingenplatz stehe deshalb die Frage ganz aktuell im Raum, wie der Verkehr künftig durch die Weißenfelser Innenstadt geführt werden soll. (mz)