Amtsinhaber Robby Risch zögert

Martin Papke bisher einziger Bewerber um OB-Amt in Weißenfels

Die Mehrheit der Parteien will sich erst noch intern abstimmen, wen sie in die Oberbürgermeisterwahl in Weißenfels schickt.

Von Alexander Kempf
Martin Papke, CDU-Stadtrat in Weißenfels, er will bei der Wahl 2022 als OB-Kandidat antreten.
Martin Papke, CDU-Stadtrat in Weißenfels, er will bei der Wahl 2022 als OB-Kandidat antreten. (Foto: Mike Koch-Frischleder)

Weissenfels/MZ - Mit der Nominierung von Stadtrat Martin Papke als Bewerber für die Weißenfelser Oberbürgermeisterwahl im kommenden Jahr hat sich die CDU sehr früh auf einen Kandidaten festgelegt. Die anderen Parteien lassen sich mit einer möglichen Nominierung eines Kandidaten oder einer Kandidatin noch Zeit.

„Wir beginnen in dieser Woche erste Gespräche im Ortsvorstand“, erklärt etwa der Vorsitzende des SPD-Ortsvereins Maik Reichel. Er schließt nicht aus, dass auch seine Partei jemanden ins Rennen um das Rathaus schickt. Über den Sommer werde sich herauskristallisieren, wie sich die Sozialdemokraten entscheiden, so Reichel weiter. Ähnlich wird es die Linke handhaben, erklärt deren Fraktionsvorsitzender im Weißenfelser Stadtrat, Hans Klitzschmüller. „Ob wir überhaupt jemanden stellen, wird von parteilichen Dingen abhängen“, sagt er. Da noch nicht mal ein Wahltermin feststehe, sei es für eine Entscheidung noch sehr früh.

Amtsinhaber Robby Risch noch nicht festgelegt

Auch der parteilose Amtsinhaber Robby Risch hatte sich Ende vergangener Woche noch nicht zu einer möglichen dritten Kandidatur äußern wollen und begründete dies damit, dass es für diese Entscheidung noch zu früh sei. Erst nach der Sommerpause wird der Weißenfelser Stadtrat über einen Wahltermin entscheiden. Die Stadtverwaltung will ihm einen Termin im April vorschlagen.

Bei der Landratswahl und der Landtagswahl in diesem Jahr kam der stärkste Konkurrent der CDU stets von der AfD. Auch dort hält man es derzeit noch für zu früh, um sich in der Frage zu positionieren, ob man einen eigenen Kandidaten oder eine Kandidatin ins Rennen schicken wird. Laut dem Weißenfelser AfD-Stadtrat Marcus Spiegelberg stünde in seiner Partei nun erstmal die Wahl des Kreisvorstands an. Erst der werde sich dann in der Frage positionieren.