Kulturausschuss Weißenfels

Kulturausschuss Weißenfels: Diskussionen gibt es bei zwei der 16 Anträge

Weißenfels - Nur zwei Mal gab es im jüngsten Kulturausschuss Diskussionsbedarf bei der Vergabe von Projektfördermitteln. Es war bei jenen Vereinen, bei denen die beantragten Mittel gekürzt worden sind. Handelte es sich beim Gartenverein „Gesundheitspflege“ um 500 von 1.000 Euro, waren es beim Kunstverein Brand-Sanierung gleich 4.720 Euro. Letzterer hatte 10.000 Euro ...

Von Holger Zimmer 17.05.2016, 12:00

Nur zwei Mal gab es im jüngsten Kulturausschuss Diskussionsbedarf bei der Vergabe von Projektfördermitteln. Es war bei jenen Vereinen, bei denen die beantragten Mittel gekürzt worden sind. Handelte es sich beim Gartenverein „Gesundheitspflege“ um 500 von 1.000 Euro, waren es beim Kunstverein Brand-Sanierung gleich 4.720 Euro. Letzterer hatte 10.000 Euro beantragt.

Kulturamtsleiter Robert Brückner stellte klar, dass es mehr als die 5.280 Euro als Vorschlag der Stadtverwaltung nicht geben könne. Für die 16 Anträge über insgesamt 22.220 Euro seien nur 17.000 Euro im Haushaltsentwurf berücksichtigt. Man müsse sparen und für die Zukunft Alternativen suchen.

Alle Anträge berücksichtigt

Gunter Walter (Bündnis 90/Die Grünen) wies darauf hin, dass die Brandsanierung gegenüber anderen Vereinen heraus steche. Natürlich sei sie ein Zentrum zeitgenössischer Kunst, aber andererseits müsse man auch die anderen Antragsteller berücksichtigen. Jörg Riemer (CDU) sagte, dass man 2014 für diesen Verein, der über die Stadtgrenzen hinaus bekannt sei, eine institutionelle Förderung angestrebt habe. Das sei vom Oberbürgermeister nicht umgesetzt worden.

Manfred Rauner (CDU) meinte, dass sich die Stadträte fragen sollten, ob 17.000 Euro im Jahr an Kulturförderung reichen. „Ansonsten müssen wir eine Schippe drauflegen.“ Die Frage nach einem Mieterlass für die Brand-Sanierung - wie im Vorjahr - stand im Raum, spielt aber derzeit offensichtlich keine Rolle.

Ebenfalls kein Einlenken gab es bei der Gartenanlage „Gesundheitspflege“, die ihr 135. Bestehen feiert. Hier war bemängelt worden, dass auch nicht förderfähige Kosten ausgewiesen waren. Michael Saro als sachkundiger Einwohner äußerte, dass die Künstler weitaus teurer seien. Und Uwe Brückner (SPD) meinte, dass die beantragten 1.000 Euro mit 16 Prozent der Gesamtkosten weit unter dem liegen, was andere beantragt hätten. Jörg Riemer verwies hingegen auf eine Richtlinie und demnach seien 135 Jahre kein rundes Jubiläum.

Vom Requiem bis zur Abschrift

Insgesamt wurden sechs Mal 1.000 Euro befürwortet. Die bekommen der Bootsverleih für Veranstaltungen sowie die evangelische Kirchengemeinde für Orgelkonzerte und Mozart-Requiem, der Klosterverein St. Claren für die Abschrift einer Akte, der Verein „music art“ für sein Musical und Michael Saro für seine Lebensfreude-Show. Zweimal 900 Euro erhält der Museums-Förderverein für den Ankauf von Gegenständen für die Sammlung sowie der Literaturkreis Novalis für seine Arbeit.

Jeweils 800 Euro gibt es für das Tanzensemble „Faux Pas“ und für ein Bühnenstück von Lutz Teetzen. Außerdem wurden bedacht: Die „Sippe vom Weißen Fels“ mit 440 Euro für einen Vortrag, der Förderverein der Kindertagesstätte St. Elisabeth mit 260 Euro und die Kirchengemeinde St. Elisabeth mit 220 Euro. (mz)