Jubiläumstour zum 25-Jährigen

Jubiläumstour zum 25-Jährigen: Wie der Saaleradweg künftig noch attraktiver werden kann

Weissenfels - Er ist 403 Kilometer lang, vereint drei Bundesländer und ist 25 Jahre alt. Jetzt wird der Saaleradweg mit einer Jubiläumstour gefeiert. Sie führt von der Flussquelle im bayerischen Zell über Thüringen bis nach Barby an die Mündung in Sachsen Anhalt. Am Donnerstag war die Stadt Weißenfels Zwischenziel der ...

Von Meike Ruppe-Schmidt 29.06.2019, 07:00

Er ist 403 Kilometer lang, vereint drei Bundesländer und ist 25 Jahre alt. Jetzt wird der Saaleradweg mit einer Jubiläumstour gefeiert. Sie führt von der Flussquelle im bayerischen Zell über Thüringen bis nach Barby an die Mündung in Sachsen Anhalt. Am Donnerstag war die Stadt Weißenfels Zwischenziel der Etappe.

Saaleradweg: Wochenenden 10.000 Radler von Mai bis Oktober

„Ich sehe den Saaleradweg als sehr wichtig für den Tourismus in der Region an“, sagt der Weißenfelser Oberbürgermeister Robby Risch (parteilos), der sich der Tour von Leißling nach Weißenfels angeschlossen hatte. „Die Zahl der Individualreisenden, die mit Rad und Gepäck hier unterwegs sind, nimmt immer mehr zu. Das zeigt, dass das Saaletal immer bekannter und gut angenommen wird.“

Diese schätzen laut Risch nicht nur die Naturnähe und die Ruhe entlang der Saale, sondern auch die vielfältige Kultur in den Städten und Dörfern entlang der Strecke sowie den Blick auf die Weinberge in Kriechau und Burgwerben. Bereits 2014 habe eine Hochrechnung ergeben, dass zwischen Mai und Oktober allein an den Wochenenden 10.000 Radler auf der Strecke im Burgenlandkreis unterwegs waren. „Inzwischen dürfte die Zahl deutlich gestiegen sein“, sagte Anja Köhler vom Kulturamt der Stadt Weißenfels.

Ausbau der Radwege in Weißenfels und den Ortschaften

Um aktuelle Zahlen zu erhalten, wolle man laut Risch in den nächsten drei bis fünf Jahren in Zählstellen entlang des Radwegs investieren. „Das ist wichtig, um uns an den Zahlen besser ausrichten zu können“, erklärt er. Wie es mit dem Ausbau der Radwege in Weißenfels und den Ortschaften selbst aussieht? „Im Stadtrat war im Mai die Erarbeitung eines Radwegekonzepts für die Kommune gefordert worden“, so Risch. „Diese Arbeit ist derzeit allerdings personell nicht zu stemmen. Eine Alternative wäre es daher, die Konzepterstellung über Fördermittel zu finanzieren.

Diese müssten allerdings von der Stadt zunächst beantragt werden.“ Mit Hilfe von Fördergeldern aus dem Hochwasserfonds konnten in den letzten Jahren viele Maßnahmen am Saaleradweg vorgenommen werden. „Ein Teil der Strecke bei Leißling wurde höher gelegt, weil sie im Frühjahr oft überflutet war“, so Köhler vom Kulturamt. „Nun ist die Strecke ganzjährig passierbar.“ Außerdem sei ein Engpass an der sogenannten Weißen Mauer bei Burgwerben verbreitert worden. „Das größte Projekt war jedoch die 3,5 Millionen Euro teure Fährbrücke, die 2016 freigegeben wurde.“

Neue Konzepte und Vorhaben: Radweg soll bessere Anbindung erhalten

Wie der Saaleradweg künftig noch attraktiver gestaltet werden soll? „Zum einen wollen wir in Richtung Merseburg die Beschilderung verbessern“, sagt Oberbürgermeister Risch. „Außerdem soll der Radweg eine noch bessere Anbindungen bekommen. So wird bis Ende des Jahres im Rahmen des Projekts Himmelswege die Strecke von Weißenfels nach Goseck fertig gestellt sein.“ Mit der Stadt Braunsbedra plane man in den nächsten fünf Jahren, einen Radweg von Weißenfels zum Geiseltalsee zu bauen.

„Damit soll fortgeführt werden, was unsere Vorfahren 1869 begonnen haben“, so Köhler vom Kulturamt. „Damals hatte sich Weißenfels als eine von fünf Städten an der Fassung der Saale-Quelle im bayerischen Zell beteiligt. Es zeigt, wie wichtig der Fluss schon damals für die Region war.“ Und es bildet den Grundstein dafür, dass 200 Jahre später der Radweg gebaut wurde. (mz)