Investitionen

Investitionen: Neue Pläne im Weißenfelser Westen

Weißenfels - Die Weißenfelser Genossenschaft will Wohnungen am Kirschweg errichten. Derweil soll ein Langzeitprojekt im Zentrum 2018 vollendet werden.

Von Andreas Richter 28.12.2017, 09:57

Die Weißenfelser Wohnungsbaugenossenschaft (WBG) will in den kommenden Jahren neue Wohnungen in der Saalestadt bauen. Wie der Vorstandsvorsitzende Martin Neumann jetzt informierte, will die Genossenschaft am Kirschweg 95 in Weißenfels-West Mietwohnungen errichten.

Es handelt sich dabei um das Gelände eines ehemaligen Lebensmitteldiscounters kurz vor der Brücke in die Beuditzvorstadt. Die Weißenfelser Genossenschaft hat das Grundstück, das bereits seit längerem brach liegt, mittlerweile gekauft. „Im kommenden Jahr wollen wir das alte Gebäude abreißen und mit den Vorplanungen für eine zeitgemäße Wohnbebauung beginnen“, sagte Neumann. Nach den bisherigen Vorstellungen sollen bis zu 30 Genossenschaftswohnungen entstehen, die sich als Zwei- oder Dreigeschosser in die vorhandene Bebauung des Wohngebietes einfügen. „Wir wollen damit unseren Beitrag zur Entwicklung des Wohnstandortes West leisten“, sagte Neumann.

WBG: Wir hoffen, dass wir keinen harten Winter bekommen

Während dafür 2018 die Vorplanungen laufen, will die WBG ein anderes ehrgeiziges Neubauprojekt im selben Jahr endlich abschließen - etwa ein Jahr später als ursprünglich geplant. „Wir hoffen, dass wir keinen harten Winter bekommen und mit dem Rohbau Ende März fertig sind“, sagte Neumann. Rund acht Monate lang standen an dem Neubau des Wohn- und Geschäftshauses an der Ecke Saalestraße/Jüdenstraße im Weißenfelser Zentrum alle Räder still. Die WBG hatte der Firma, die mit dem Rohbau beauftragt war, gekündigt.

Der Rechtsstreit läuft noch immer. Seit Anfang November gehen die Arbeiten auf dem schwierigen Baufeld nahe der Saale mit einer anderen Baufirma weiter. Nunmehr hat die WBG ein klares Ziel vor den Augen: Ende nächsten Jahres soll in den sechs Drei-Raum- sowie zwei Zwei-Raum-Wohnungen Leben eingezogen sein. Interessenten für die Wohnungen im Herzen der Stadt gibt es laut Neumann genug. Und weil die WBG für das mehr als zwei Millionen teure Bauprojekt eine halbe Million Euro Fördermittel erhalten hat, wird die Miete trotz zwischenzeitlich gestiegener Baukosten unter sechs Euro pro Quadratmeter bleiben.

Wohn- und Geschäftshaus im Zentrum eine eher zähe Angelegenheit

Ist das Wohn- und Geschäftshaus im Zentrum eine eher zähe Angelegenheit, so kann die Genossenschaft in der Neustadt auf eine Erfolgsgeschichte zurückblicken. Eine dreiflügelige Anlage an der Ecke Röntgenweg/Kükenthalstraße mit 16 Wohnungen ist mittlerweile zum Hingucker geworden. „Wir wollen mit solchen Investitionen auch ein Zeichen für Lebensqualität in der Neustadt setzen“, sagte der WBG-Chef.

Derzeit hat die Weißenfelser Genossenschaft rund 2.300 Wohnungen in ihrem Bestand. In Reparatur und Instandhaltung will sie im kommenden Jahr erneut rund 1,2 Millionen Euro investieren. Hinzu kommen rund 400.000 Euro für die Modernisierung von Wohnraum.

Rund zehn Prozent der Genossenschaftswohnungen stehen zurzeit leer. Wobei es laut Neumann innerhalb der Stadt deutliche Unterschiede gibt. So liege die Leerstandsquote in der Südstadt um einiges über dem Durchschnitt, im Wohngebiet West hingegen darunter. (mz)