Integration

Integration: Treffpunkt für Migranten in Weissenfels stehen vor dem Umzug

Weissenfels - Weißenfelser Initiative "Engagiertes Weißenfels" muss wegen Sanierung umziehen.

Von Andreas Richter 07.02.2017, 11:56

Die Koordinierungsstelle der Initiative „Engagiertes Weißenfels“ muss umziehen. Wie auf der jüngsten Sitzung des Sozialausschusses informiert wurde, muss die Begegnungsstätte ihr derzeitiges Domizil in der Nikolaistraße 31 Mitte dieses Jahres verlassen. Der Grund: Der Eigentümer der Plattenbauten will die Gebäude sanieren, dafür müssen auch die bisher von der Koordinierungsstelle genutzten Räumlichkeiten freigeräumt werden.

Flüchtlingshilfe "Engagiertes Weißenfels" zieht um

Wohin die Begegnungsstätte ziehen wird, ist derzeit noch nicht völlig geklärt. Oberbürgermeister Robby Risch (parteilos) versicherte jedoch: „Es wird ein Objekt in der Innenstadt sein.“ Derzeit seien noch Gespräche im Gange, deshalb könne man das konkrete Objekt noch nicht offiziell nennen, so der Verwaltungschef.

Dass die Begegnungsstätte auch künftig im Weißenfelser Zentrum zu finden sein wird, wertete Martin Schmelzer, Pfarrer der evangelischen Kirchengemeinde, im Sozialausschuss schon mal als gutes Zeichen.

Nachdem die Flüchtlingswelle auch Weißenfels erreichte, hatte die Stadt im August 2015 zunächst in einem kleinen Ladenlokal in der Großen Burgstraße 14 eine Annahmestelle für Sachspenden eingerichtet. Anfang 2016 erfolgte der Umzug in die leerstehenden Räumlichkeiten in der Nikolaistraße 31. „Wir erleben einen Wandel von der Spendenannahmestelle zu einem Ort der Begegnung“, sagte Martin Schmelzer zum heutigen Charakter der Adresse Nikolaistraße 31.

In den ersten Monaten sei es vor allem darum gegangen, die Ankömmlinge zu begrüßen und mit dem Nötigsten zu versorgen. Mittlerweile sei „ein Stück Normalität“ in der Flüchtlingsarbeit eingekehrt.

Vielfältiges Beratungsangebot

In der Nikolaistraße gibt es mittlerweile umfangreiche Beratungsangebote für Flüchtlinge und Menschen mit Migrationshintergrund - ob beim Erlernen der deutschen Sprache, bei der Suche nach einer Wohnung oder einem Praktikums- oder Ausbildungsplatz.

Betreut wird die Begegnungsstätte durch Ehrenamtliche und Mitarbeiter im Bundesfreiwilligendienst. „Die Angebote der Begegnungsstätte sind eine große Hilfe für die Stadt. Als Behörde könnten wir das allein gar nicht leisten“, sagte Maik Trauer, zuständiger Fachbereichsleiter bei der Stadt, während der jüngsten Sitzung des Sozialausschusses.

In Weißenfels leben der aktuellen Statistik zufolge rund 1.050 Flüchtlinge, davon sind 218 Asylbewerber und 728 anerkannte Flüchtlinge.

Mehr Informationen im Netz unter www.engagiertes-weissenfels.de.

(mz)