Im Bundesverkehrswegeplan aufgenommen

Im Bundesverkehrswegeplan aufgenommen: Chance für Weißenfelser Südtangente steigt

Weissenfels - Andreas Bischoff zeigte sich Donnerstagmorgen überrascht. Die Nachricht, dass die Chancen für den Bau der Südumgehung Weißenfels gestiegen sind, war noch nicht bis ins Rathaus zum Fachbereichsleiter Technische Dienste und Stadtentwicklung vorgedrungen. Der Weißenfelser Bundestagsabgeordnete Dieter Stier (CDU) hatte sie am Dienstagabend in einer Pressemitteilung ...

Von Birger zentner 17.03.2016, 17:17

Andreas Bischoff zeigte sich Donnerstagmorgen überrascht. Die Nachricht, dass die Chancen für den Bau der Südumgehung Weißenfels gestiegen sind, war noch nicht bis ins Rathaus zum Fachbereichsleiter Technische Dienste und Stadtentwicklung vorgedrungen. Der Weißenfelser Bundestagsabgeordnete Dieter Stier (CDU) hatte sie am Dienstagabend in einer Pressemitteilung verbreitet.

Prädikat „Vordringlicher Bedarf“

Diese Südumfahrung ist ein Uraltvorhaben für Weißenfels, um die Innenstadt vom Verkehr zu entlasten. Sie steht nun laut Stier im Bundesverkehrswegeplan, der bis ins Jahr 2030 reicht, unter dem Prädikat „Vordringlicher Bedarf“.

„Das Vorhaben wurde damit als verkehrspolitisch sehr wichtiges Projekt eingestuft und soll innerhalb der Laufzeit des Plans umgesetzt oder wenigstens begonnen werden“, schreibt Stier in seiner Pressemitteilung. Damit ist auch klar, dass dieser neue Abschnitt der Bundesstraße 87 nicht heute und nicht morgen entsteht, aber es gibt jetzt offenbar eine realistische Chance, dass diese B 87n als Südtangente gebaut wird.

„Auf jeden Fall ist das eine gute Nachricht“, sagte Bischoff. Welche spürbare Entlastung der Stadt damit möglich ist, habe man an der Nordtangente gesehen, die ja als Teil der Bundesstraße 176 bereits realisiert wurde. Seit vielen Jahren existiert im Flächennutzungsplan der Stadt Weißenfels ein gelb schraffiertes Band, das die B 87 im Südosten der Stadt mit der B 87 im Südwesten verbindet. Im Moment führt die B 87 über Käthe-Kollwitz- und Langendorfer Straße in die Stadt hinein bis zum Kreisverkehr am Schwedenstein und über die Naumburger Straße wieder hinaus in Richtung Leißling.

Ortsumgehung Naumburg ebenso dringlich

Die neue Trasse, für die eben die genannte Freihaltezone im Flächennutzungsplan eingezeichnet ist, würde nahe dem Knoten zwischen B 87 und B 91 östlich von Langendorf beginnen, über die Fluren führen, zwischen Weißenfels-Südstadt und Langendorf hindurch gehen und an der Schönen Aussicht im Bereich zwischen Hotel und Mineralbrunnen wieder auf die Straße nach Naumburg münden.

Ebenfalls als „Vordringlicher Bedarf“ wurde im Burgenlandkreis ein weiterer Abschnitt der B 87 eingestuft, nämlich die Ortsumgehung Naumburg, einschließlich Bad Kösen, bis zur Landesgrenze nach Thüringen.

Hinter diesen Vorhaben rangieren dann jene, die das Prädikat „Weiterer Bedarf“ bekommen haben. Dazu gehört unter anderem im Verlauf der B 91 die Ortsumgehung bis Werschen. Das wäre die lange gewünschte Umfahrung für Naundorf und Deuben und damit die Fortsetzung der Ortsumgehung Theißen, für die es den ersten Spatenstich bereits gegeben hat.

Offiziell handelt es sich bei diesen um Projekte, die verkehrspolitisch sinnvoll seien, erklärt Stier. Unter Berücksichtigung der zur Verfügung stehenden Mittel sollen sie in den nächsten Jahre umgesetzt werden.

Oder im Klartext: Diese Vorhaben stehen noch etwas in den Sternen. (mz)