Großeinsatz bei Feldbrand

Großeinsatz bei Feldbrand: B91 wegen Feldbrand in Großkorbetha gesperrt

Weißenfels - Schon aus Kilometer weiter Entfernung sind dicke Rauchschwaden zu sehen. Und als die Einsatzkräfte der Feuerwehr am Sonntag gegen 13:30 Uhr am Brandort eintreffen, sehen sie sich einer regelrechten Feuerwalze gegenüber. „Auf 600 Meter Länge stand ein Getreidefeld zwischen Bäumchen und Großkorbetha in Vollbrand“, so Andreas Benold, Leiter der Feuerwehr in Großkorbetha. Das Schwierige: „Aufgrund wechselnder Windrichtungen war es zunächst sehr schwer, das Feuer unter Kontrolle zu bringen. Es war ein Kampf wie der von David gegen ...

Von Meike Ruppe-Schmidt
Auf 13 Hektar hatte sich ein Getreidefeld in Großkorbetha entzündet und einen Großeinsatz ausgelöst.

Schon aus Kilometer weiter Entfernung sind dicke Rauchschwaden zu sehen. Und als die Einsatzkräfte der Feuerwehr am Sonntag gegen 13:30 Uhr am Brandort eintreffen, sehen sie sich einer regelrechten Feuerwalze gegenüber. „Auf 600 Meter Länge stand ein Getreidefeld zwischen Bäumchen und Großkorbetha in Vollbrand“, so Andreas Benold, Leiter der Feuerwehr in Großkorbetha. Das Schwierige: „Aufgrund wechselnder Windrichtungen war es zunächst sehr schwer, das Feuer unter Kontrolle zu bringen. Es war ein Kampf wie der von David gegen Goliath.“

Insgesamt 13 Hektar standen bei dem Großbrand in Flammen. Laut Leitstelle waren an dem Einsatz rund 120 Feuerwehrkräfte mit 27 Fahrzeugen, größtenteils Löschwagen, beteiligt. „Wir wurden regelrecht vom Feuer überrollt“, schildert Steve Homberg, Pressesprecher der Weißenfelser Feuerwehr, den Einsatz. „Das Problem war dabei der Funkenflug, durch den sich das Feuer mehr und mehr auszubreiten drohte.“ Eine ganze Baumallee sei in Flammen aufgegangen. Anderthalb Stunden brauchten die Feuerwehrleute, um das Feuer unter Kontrolle zu bringen. Nach zwei Stunden war der Brand gelöscht. Benold: „Unser Hauptziel war es zunächst gewesen, Schaden von dem nahe gelegenen Güterbahnhof zu wenden und zu verhindern, dass Rauch und Flammen übergreifen.“

Ein großes Glück sei es zudem gewesen, dass zufällig ein Zug der Leipziger Feuerwehr mit vier Fahrzeugen zur Hilfe kam. „Die Löschtruppe war auf der A38 unterwegs, sahen die Flammen und eilten herbei“, berichtet Benold. Außerdem halfen Landwirte aus dem Ort, indem sie mit einer Egge Schneisen zogen, um das Feuer zu stoppen und außerdem ein weiteres Wassertank-Fahrzeug bereitstellten.

Zumindest an ausreichend Löschwasser hatte kein Mangel vor Ort geherrscht: Benold: „Im letzten Jahr hat man in Großkorbetha einen alten Brunnen mit großem Wasservorrat gefunden. Mit diesem Wasser konnten nun die Löschfahrzeuge betankt werden.“ Wegen der Brandbekämpfung hatte die Polizei die B91 halbseitig gesperrt. Nach wie vor gilt im Burgenlandkreis die Waldbrandstufe vier.

(mz)

Schon aus kilometerweiter Entfernung waren die dicken Rauchwolken zu sehen. Die wechselnde Windrichtung erschwerte die Löscharbeiten.