Goethegymnasium

Goethegymnasium Weißenfels: Tobias Künzel bei Musical Elixier

Weißenfels - „Wir kommen wieder“, versprach Tobias Künzel am Freitagabend bei der Premiere des Musicals „Elixier“ in der Aula des Weißenfelser Goethegymnasiums. Das Mitglied der Popgruppe „Die Prinzen“ hatte mit Kati Naumann gern die Einladung nach Weißenfels angenommen. Immerhin ist er der Komponist und seine Frau die Autorin des Werkes mit seiner Liebesgeschichte aus DDR-Zeiten und den ...

Von Holger Zimmer 25.02.2017, 10:04

„Wir kommen wieder“, versprach Tobias Künzel am Freitagabend bei der Premiere des Musicals „Elixier“ in der Aula des Weißenfelser Goethegymnasiums. Das Mitglied der Popgruppe „Die Prinzen“ hatte mit Kati Naumann gern die Einladung nach Weißenfels angenommen. Immerhin ist er der Komponist und seine Frau die Autorin des Werkes mit seiner Liebesgeschichte aus DDR-Zeiten und den Nachwendejahren.

Und obwohl jede Menge Politprominenz aus Landkreis und Stadt gekommen war, erhielt das Künstlerehepaar nicht nur bei der Begrüßung geradezu frenetischen Beifall. Es stand auch am Ende mit allen Mitwirkenden auf der Bühne, die vor und hinter den Kulissen zum Gelingen beigetragen hatten.

Echt cool fand Lorenz Hoppe (18), der am Freitagabend den David geben durfte, die Anwesenheit der Promis. Er erzählte, wie viele Stunden man übers Jahr in die Proben investiert hatte. 100 reichen da nicht bei jedem Teilnehmer.

Seine gleichaltrige Bühnenpartnerin Isabell Wenzel hatte zu jenen gehört, die Tobias Künzel  vor dem „Prinzen“-Auftritt beim vergangenen Schlossfest sprechen konnte. Seitdem sei sie Fan des Ensembles mit seinen wundervollen deutschen Liedern. Die Freitag-Premiere  habe sie mit viel Aufregung erlebt, erzählt sie. Doch dem Publikum wird eine  herzerfrischend natürliche „Betti“- Hauptdarstellerin in Erinnerung bleiben.

Tobias Künzel von den Prinzen würdigt das Bühnenbild am Weißenfelser Goethegymnasium zu seinem Musical Elixier

Künzel würdigte ausdrücklich die Umsetzung vom „Elixier“ samt Bühnenbild. Es sei natürlich ein Stück für Profis, umso höher sei die Umsetzung durch Laiendarsteller wie in Weißenfels einzuschätzen. Lediglich der Sologesang sei mitunter tontechnisch teilweise nicht so gut rübergekommen.

Das Ehepaar räumte ein, dass es bei Premieren vom „Elixier“ bisher gut zehnmal dabei gewesen sei und auch längere Anfahrtswege in Kauf genommen habe.

Dass es leichte Kürzungen aufgrund der Länge gegeben hatte, sei legitim und laut Kati Naumann kaum zu bemerken gewesen. Tobias Künzel erinnerte sich nur an einen Fall, als man das Stück vor seiner Premiere als unautorisiert einstufen musste. Das war im Westen Deutschlands von einer ostdeutschen Regisseurin inszeniert worden, erklang dabei auch Beethovens 9. Sinfonie.

„Ich wäre ja froh gewesen, wenn ich die komponiert hätte“, sagte Künzel. Aber um sie zu Gehör zu bringen, dafür hätte man ja nicht aufs „Elixier“ zurückgreifen müssen und etwas Eigenes kreieren können, meinte er.

Das Ehepaar hatte sich auf den freien Abend gefreut und schien ihn zu genießen, obwohl es im Mittelpunkt eines großen Publikumsinteresses stand. Am Wochenende wartete bereits wieder Arbeit: für sie mit einem Kinderhörspiel und für ihn im Studio. (mz)