Freizeitzentrum in Weißenfels

Freizeitzentrum in Weißenfels: Das „Boot“ nimmt wieder Kurs auf

Weißenfels - Das Freizeitzentrum „Das Boot“ in der Weißenfelser Schützenstraße will sich nach einer Krise als Adresse für Kinder und Jugendliche neu profilieren. „Wir starten neu durch“, sagt Steffen Staake, Geschäftsführer der Interessengemeinschaft Bildung Leuna-Merseburg (IBLM), des Trägers der Einrichtung. Im Mai 2018 hatte das Jugendamt des Landkreises, der den Träger finanziell unterstützt, eine bedarfsgerechte Überarbeitung des Konzepts ...

Von Andreas Richter 31.05.2019, 09:00

Das Freizeitzentrum „Das Boot“ in der Weißenfelser Schützenstraße will sich nach einer Krise als Adresse für Kinder und Jugendliche neu profilieren. „Wir starten neu durch“, sagt Steffen Staake, Geschäftsführer der Interessengemeinschaft Bildung Leuna-Merseburg (IBLM), des Trägers der Einrichtung. Im Mai 2018 hatte das Jugendamt des Landkreises, der den Träger finanziell unterstützt, eine bedarfsgerechte Überarbeitung des Konzepts gefordert.

„Das Boot“ hatte seine Anziehungskraft verloren. Vorstellungen über die inhaltliche Arbeit zwischen Träger und Sozialarbeiter gingen auseinander. „Es hat nicht mehr richtig funktioniert. Vieles war eingefahren“, schätzt Staake ein.

Im neuen Konzept ist „Das Boot“ Teil eines ganzen Integrationszentrums

Im neuen Konzept ist „Das Boot“ Teil eines ganzen Integrationszentrums mit Angeboten zur beruflichen Förderung von Jugendlichen und zur Betreuung von unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen. Seit März steht „Das Boot“ wieder allen offen. Mit einem neuen Sozialarbeiter, neuen Ideen und neuen Öffnungszeiten. „Jeden Tag kommen 15 bis 20 junge Leute, viele regelmäßig“, erzählt Denis Poppe.

Der 41-jährige Erzieher kümmert sich um die Zwölf- bis 18-Jährigen, die hier nach Schule oder Ausbildung Zeit verbringen wollen. Geöffnet ist jetzt dienstags bis freitags von 12 bis 20 Uhr. Früher war nur bis 18 Uhr offen. Ein wichtiges Anliegen des Sozialarbeiters: „Wir müssen die richtige Balance finden zwischen gezielten Angeboten und freier Betätigung.“

„Wir sind erst am Anfang der Neuprofilierung“

Zu den täglichen Offerten gehört die Hilfe bei den Hausaufgaben. Mit mehr Sport- und Kulturangeboten sollen Interessen geweckt werden. Mit einem neuen Töpferkurs etwa, oder einer künstlerischen Arbeitsgemeinschaft. „Wir wollen dabei auch noch enger mit den Eltern und Schulen zusammenarbeiten, um herauszubekommen, was unsere Freizeiteinrichtung noch anziehender für junge Leute machen kann“, so Poppe.

„Wir sind erst am Anfang der Neuprofilierung“, sagt Staake und baut dabei auch auf die Flexibilität seines neuen Sozialarbeiters. Der ist optimistisch, kann sich auch vorstellen, samstags Angebote für junge Leute zu unterbreiten. Doch jetzt hoffen sie erst mal, dass „Das Boot“ nach eher unruhigen Zeiten wieder in stabiles Fahrwasser kommt.

››Weitere Informationen zum Freizeitzentrum „Das Boot“ gibt es im Netz unter www.IBLM.de. (mz)