Freibad Weißenfels

Freibad Weißenfels: Beim Turm geht Sicherheit vor

Weißenfels - Gründe der Sicherheit sprechen gegen einen vollständigen Erhalt des Zehn-Meter-Sprungturms im Weißenfelser Freibad

Von Andreas Richter 07.07.2017, 17:50

Gründe der Sicherheit sprechen gegen einen vollständigen Erhalt des Zehn-Meter-Sprungturms im Weißenfelser Freibad. Diese Ansicht hat Viola Schikorr, Leiterin des Sport- und Freizeitbetriebes der Stadt, gegenüber der MZ vertreten. Das auf der jüngsten Sitzung des Stadtrates gebilligte Konzept zur Sanierung des 60 Jahre alten Freibades sieht eine Halbierung des Sprungturms vor.

Dagegen hatte sich unter anderem Stadtrat Hans Klitzschmüller (Fraktion Die Linke) ausgesprochen und beantragt, dass die Zukunft des Bauwerkes noch einmal diskutiert werden soll. In einem Schreiben an den Sport- und Freizeitbetrieb verweist Klitzschmüller jetzt unter anderem darauf, dass eine Halbierung des Turms keine Halbierung der Kosten bedeute. Der Turm sollte als Alleinstellungsmerkmal des Weißenfelser Freibades langfristig erhalten werden.

Um die aktuell geltenden Sicherheitsvorschriften für Sprunganlagen in Freibädern einzuhalten, müsse der Turm im Weißenfelser Bad eine zusätzliche Plattform zwischen der Fünf- und Zehn-Meter-Ebene erhalten, sagte Schikorr. Derzeit sei der Abstand zwischen den beiden Ebenen zu groß. Zudem würde die im Zuge der Sanierung geplante Wassertiefe von 4,60 Meter unterhalb des Turms lediglich gerade so dem vorgeschriebenen Mindestmaß von 4,50 Meter entsprechen.

Die Zukunft des Sprungturms soll nun noch einmal auf der nächsten Sitzung des Betriebsausschusses am 22. August diskutiert werden. (mz)