Freibad

Freibad: Sprungturm bleibt weiter Streit-Thema

Weißenfels - Der Weißenfelser Stadtrat hat den Weg freigemacht  für die Sanierung des Freibades.  Auf ihrer Sitzung am Donnerstagabend haben die Räte eine Neufassung des Wirtschaftsplanes des Sport- und Freizeitbetriebes mit großer Mehrheit beschlossen und damit auch  die neuen Pläne für das Freibad ...

Von Andreas Richter 30.06.2017, 17:00

Der Weißenfelser Stadtrat hat den Weg freigemacht  für die Sanierung des Freibades.  Auf ihrer Sitzung am Donnerstagabend haben die Räte eine Neufassung des Wirtschaftsplanes des Sport- und Freizeitbetriebes mit großer Mehrheit beschlossen und damit auch  die neuen Pläne für das Freibad gebilligt.

Zuvor hatte Oberbürgermeister Robby Risch (parteilos) noch einmal für jenes  Sanierungskonzept geworben, das zuvor im Betriebsausschuss ausführlich vorgestellt worden war.  „Wir haben ein  realistisches Paket für  das Freibad geschnürt“, sagte der Verwaltungschef.  Mit geschätzten Kosten von gut 1,1 Millionen Euro ist die aktuelle Variante preiswerter als alle bisher diskutierten Pläne.

Da derzeit keine realistische Chance auf Fördermittel besteht, will die Kommune das Geld ohne Kreditaufnahme aus dem eigenen Haushalt aufbringen. Beckenboden  und Seitenwände werden saniert. Aus Kostengründen wird jedoch auf ein bislang in Erwägung gezogenes Edelstahlbecken verzichtet. Stattdessen soll das Becken mit einer Folie ausgekleidet werden.

Nach wie vor umstritten ist die Zukunft des Sprungturms. Die neue Variante sieht eine Erhaltung des Turms ohne die Zehn-Meter-Plattform vor. Hans Klitzschmüller, Vorsitzender der Fraktion Die Linke, bezweifelt jedoch den Sinn eines solchen Teilabrisses.

Der Turm sollte als Alleinstellungsmerkmal gegenüber anderen Bädern der Region komplett erhalten und später saniert werden, meinte er.  Eine ähnliche Meinung vertrat Clemens Wanzke, Chef der Fraktion Bürger für Weißenfels/Landgemeinden. Das Thema soll nun noch einmal im Betriebsausschuss diskutiert werden.

Die Sanierung ist 2018 geplant, so dass das Freibad in der kommenden Saison geschlossen bleiben würde. (mz)