Fit für die Zukunft

Fit für die Zukunft: Weißenfelser Freibad wird zur Millionen-Baustelle

Weissenfels - Es war eines der meistdiskutierten Bauvorhaben in Weißenfels. Nun soll es endlich losgehen: Am Dienstag ist offizieller Beginn für die Sanierung des mehr als 60 Jahre alten Freibades.

Von Andreas Richter 15.05.2018, 06:00

Es war eines der meistdiskutierten Bauvorhaben in Weißenfels. Nun soll es endlich losgehen: Am Dienstag ist offizieller Beginn für die Sanierung des mehr als 60 Jahre alten Freibades.

„Wir starten mit der Sanierung des Sprungturms“, kündigt Viola Schikorr, die Leiterin des städtischen Sport- und Freizeitbetriebes, an. Um die Zukunft des Wahrzeichens des Weißenfelser Freibades war jahrelang gestritten worden.

Turm im Weissenfelder Freibad ist seit Jahren zu

Seit 2012 ist der Zehn-Meter-Turm aus Sicherheitsgründen gesperrt. Zunächst war ein Abriss des Turms ins Auge gefasst worden, später sollte das Bauwerk auf die Hälfte gestutzt werden. Nun bleibt es sogar komplett stehen.

Allerdings werden die Badegäste nach der Sanierung nur noch von der Fünf-Meter-Plattform springen können. Um die Sicherheitsbestimmungen für eine komplette Nutzung des Turms einzuhalten, müsste der Sport- und Freizeitbetrieb noch mehr investieren.

So müsste der Turm unter anderem eine zusätzliche Plattform zwischen der Fünf- und Zehn-Meter-Ebene erhalten.

Freibad Weißenfels wird grundlegend erneuert

Doch nicht nur das große Beton-Bauwerk im Freibad wird auf Vordermann gebracht und den Sicherheitsbestimmungen angepasst.

Voraussichtlich ab 20. Juni soll die Sanierung der Becken beginnen. „Die Mauer zwischen Nichtschwimmer- und Schwimmerbecken kommt weg“, erklärt Viola Schikorr.

Die unterschiedlichen Tiefen sollen schräg angeglichen und somit ein gleitender Übergang zwischen beiden Bereichen geschaffen werden. Das Becken wird mit Folie ausgekleidet und die Größe etwas verringert.

Schwimmbecken im Freibad wird verkleinert

„Wir verkleinern das 7500 Kubikmeter große Becken um 500 Kubikmeter“, kündigt die Chefin des Sport- und Freizeitbetriebes an.

Was auf den ersten Blick eher wenig erscheint, soll künftig Kosten sparen, unter anderem für Chemikalien, die dem Wasser zugegeben werden müssen.

Neue Rutsche soll Weissenfelser Freibad attraktiver machen

Schließlich soll das Bad mit einer neuen Rutsche im Nichtschwimmerbecken und einem Wasserspielplatz auf dem Außengelände für die kleinen Wasserratten noch attraktiver werden.

Rund 1,5 Millionen Euro will der Sportbetrieb in die Sanierung des Freibades stecken. Und das aus dem eigenen Haushalt, nachdem sämtliche Bemühungen um Fördermittel gescheitert sind.

Der Zeitplan ist sportlich: Bis zum Beginn der Badesaison 2019 soll die Sanierung abgeschlossen sein. Am Charakter der Freizeitoase mit ihrem großen Außengelände soll sich indes wenig ändern. „Wir erhalten den Charme eines Naturbades“, sagt Viola Schikorr.

Freibad-Sanierung seit Jahren auf der Agenda

Die Sanierung des Bades beschäftigt die Stadt Weißenfels seit vielen Jahren. Lange Zeit war ein ganzjährig nutzbares Sportbad im Gespräch. Die Gesamtkosten für eine solche Investition am Standort des alten Bades wurden am Ende jedoch auf bis zu 20 Millionen Euro geschätzt.

Eine realistische Aussicht auf die Finanzierung eines solchen ehrgeizigen Vorhabens hatte allerdings nie bestanden.

Nun also die „kleine Variante“ der Ertüchtigung des in die Jahre gekommenen Bades. Die Sanierung hat indes auch Konsequenzen für das Hallenbad in Weißenfels-West.

Schwimmhalle in Weißenfels bleibt länger offen

In den vergangenen Jahren wurde die Schwimmhalle in den Sommerferien geschlossen. In diesem Jahr bleibt die Halle noch bis 8. Juli geöffnet, obwohl die Ferien bereits am 28. Juni beginnen.

Dann allerdings bleibt auch das Hallenbad bis zum 12. August zu. „Wir brauchen wenigstens fünf Wochen für die jährlichen Wartungsarbeiten“, erklärt Viola Schikorr. (mz)