Finanzierung ÖPNV im Burgenlandkreis

Finanzierung ÖPNV im Burgenlandkreis: Fünf Vorschläge liegen auf dem Tisch

Weißenfels/Leipzig - Die Zuschüsse zum Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) belasten den Burgenlandkreis enorm, zudem das Land immer weniger zahlt. Zu den Förderungen, die Land und Nahverkehrsgesellschaft Sachsen-Anhalt in Höhe von mehr als sieben Millionen Euro für den ÖPNV leisten, steuerte 2014 der Landkreis 3,4 Millionen Euro bei. Im gesamten Mitteldeutschen Verkehrsverbund (MDV) stellt sich die Situation so dar, weshalb emsig nach Wegen gesucht wird, um zukünftig den ÖPNV noch finanzieren zu können. Vergangene Woche hat es dazu in Leipzig einen Workshop mit kommunalen Partnern, Politikern, Fahrgastverbänden und Fachberatern in Leipzig gegeben, informiert der Verbund in einer ...

20.09.2015, 09:03

Die Zuschüsse zum Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) belasten den Burgenlandkreis enorm, zudem das Land immer weniger zahlt. Zu den Förderungen, die Land und Nahverkehrsgesellschaft Sachsen-Anhalt in Höhe von mehr als sieben Millionen Euro für den ÖPNV leisten, steuerte 2014 der Landkreis 3,4 Millionen Euro bei. Im gesamten Mitteldeutschen Verkehrsverbund (MDV) stellt sich die Situation so dar, weshalb emsig nach Wegen gesucht wird, um zukünftig den ÖPNV noch finanzieren zu können. Vergangene Woche hat es dazu in Leipzig einen Workshop mit kommunalen Partnern, Politikern, Fahrgastverbänden und Fachberatern in Leipzig gegeben, informiert der Verbund in einer Pressemitteilung.

Laut der steht fest: Es wird einen Mix von verschiedenen Finanzierungsquellen geben. Als Ansätze wurde diskutiert ein ÖPNV-Beitrag, eine Grundsteuer, ein Bürgerticket, eine ÖPNV-Taxe sowie ein ÖPNV-Beitrag mit Angebotserweiterung. Gemeinsam wurde festgelegt, welche davon in einem nächsten Schritt intensiver untersucht werden sollen, heißt es.

Laut Steffen Lehmann, Geschäftsführer des MDV, haben die Länder Sachsen-Sachsen-Anhalt und Thüringen Bereitschaft zur finanziellen Unterstützung der neuen Studien signalisiert. Neu eingebracht worden sei, dass auch ein Modell untersucht werden sollte, welches die Wirtschaft stärker einbeziehe. Erfahrungsbeispiele, wie sie der ÖPNV-Beitrag mit Angebotsausweitung im Pilotprojekt im Muldental bietet, wurden ausgewertet.

Es habe sich gezeigt, dass der MDV nicht nur in Mitteldeutschland, sondern bundesweit mit den meisten der besprochenen Finanzierungswegen Neuland betreten und schon jetzt mit dem breit geführten Diskussionsprozess eine Vorreiterrolle einnimmt. Bis zum Ende des ersten Halbjahres 2016 sollen die neuen Studien fertiggestellt werden und danach den Stadt- und Kreisräten zur Diskussion übergeben werden. (mz/hr)