Filinchen auf dem Weg nach Japan

Filinchen auf dem Weg nach Japan: Wie Weißenfelser Unternehmen durch die Krise kommt

Weissenfels - Die Weißenfelser Handelsgesellschaft (WHG) hat einen lang ersehnten Auftrag aus Japan erhalten. Wie das Unternehmen jetzt mitteilte, kann nach monatelangen Vorbereitungen jetzt erstmals das Waffelbrot Filinchen in den asiatischen Staat im Fernen Osten exportiert ...

Von Andreas Richter

Die Weißenfelser Handelsgesellschaft (WHG) hat einen lang ersehnten Auftrag aus Japan erhalten. Wie das Unternehmen jetzt mitteilte, kann nach monatelangen Vorbereitungen jetzt erstmals das Waffelbrot Filinchen in den asiatischen Staat im Fernen Osten exportiert werden.

Filinchen sollte zu Olympischen Spielen in Japan präsentiert werden

Man habe lange um das Geschäft gebangt, heißt es in einer Mitteilung. Eigentlich sollte das hierzulande begehrte Waffelbrot den Verbrauchern in Japan in Verbindung mit den Olympischen Spielen in Tokio präsentiert werden. Doch das sportliche Großereignis wurde wegen der Corona-Pandemie abgesagt. Umso mehr freue man sich darüber, dass Filinchen nun auch ohne Olympische Spiele auf dem Weg nach Japan ist, so Prokurist Markus Heinemann.

Da eine Lieferung etwa 30 Tage unterwegs ist, erwarte man die Ankunft beim japanischen Kunden allerdings erst Ende August.  Zur Unternehmensgruppe mit mehr als 100 Mitarbeitern gehören die Gutena Nahrungsmittel GmbH in Apolda, die Neukircher Zwieback GmbH und die Spreewaffel Berlin-Pankow GmbH. Auch für diese Unternehmen hatte sich der Umsatz in den ersten fünf Monaten des Jahres wegen der Corona-Pandemie auf den deutschen Markt beschränkt.

Nachfrage nach Filinchen seit Corona-Krise gestiegen

Die Nachfrage nach Dauerbackwaren war während des Lockdowns stark gestiegen. „Wir registrieren im Inland noch immer eine hohe Nachfrage“, sagt Markus Heinemann. Geschäftspartner im Ausland hatten ihre Bestellungen jedoch während der Krise eingestellt. Dabei hatte die WHG vorher nach langen Bemühungen gerade erste Liefervereinbarungen mit China getroffen.

Mittlerweile gebe es allerdings wieder erste Signale aus China, so Heinemann. „Da der deutsche Markt sehr preisbewusst ist, war der Wegfall der Exportumsätze für unsere familiengeführte Unternehmensgruppe eine große Herausforderung“, erklärt Michael Heinemann, Geschäftsführender Gesellschafter der WHG. (mz)