Es grünt wieder in Weißenfels

Es grünt wieder in Weißenfels: Stadtmarketingverein hängt erneut Blumenampeln auf

Weissenfels - Warum der neu restaurierte Markt bei der Aktion noch leer ausgeht.

Von Meike Ruppe-Schmidt 05.05.2019, 06:00

Weißenfels soll aufblühen - dieses Motto hat sich der Stadtmarketingverein auf die Fahne geschrieben. Auch in diesem Jahr stiftet der Verein deshalb wieder Blumenampeln für die Innenstadt. „Aufgehängt werden sie nach den Eisheiligen, das heißt zwischen dem zehnten und fünfzehnten Mai“, verrät Vereinsmitglied Lothar Wiegand voller Vorfreude. In seiner Gärtnerei „Blumen Wiegand“ in Burgwerben können die Ampeln allerdings schon jetzt von Besuchern bestaunt werden.

Neue Markt noch nicht frei gegeben

Insgesamt 64 Halbschalen stehen hier bereit, bestückt mit Geranien, Petunien, Ziergras und dem sogenannten Mottenkönig. Eingepflanzt hat Wiegand sie bereits Mitte März. „Diese Vorkultivierung im Gewächshaus ist wichtig, damit die Pflanzen Wurzeln bilden und entsprechend kräftig blühen“, erklärt er. Erfreuen wird der Schmuck die Passanten unter anderem wieder an Lichtmasten am Klingenplatz, in der Jüdenstraße, am Parkplatz in der Leipziger Straße und auf der Merseburger Brücke.

Der neu restaurierte Marktplatz hingegen erhält in diesem Jahr noch keinen Blumenschmuck. „Das liegt daran, dass der Markt im Moment noch nicht freigegeben ist und auch die endgültige Abnahme des Baus noch nicht erfolgt ist“, begründet Pressesprecherin Katharina Vokoun. „Zudem muss die Stadt klären, ob die Blumenampeln eventuell erst nach Ablauf der Gewährleistungsfrist aufgehängt werden. Hierzu gab es aber noch keine Absprachen.“

Stadtmarketingverein spendet wieder Blumenampeln

Zudem braucht es für die neuen Lichtmasten auf dem Markt neue Halterungen, die erst noch angefertigt werden müssten. „Denn die neuen Masten auf dem Markt sind eckig“, erklärt Wiegand. „Unsere bisherigen Halterungen für die runden Lichtstangen passen nicht daran.“ Und das Geld für neue Anschaffungen müsse vom Verein erst wieder eingesammelt werden. „In den letzten zwei Jahren konnten wir vom Biwaq-Projekt profitieren und den Bestand an Blumenampeln vergrößern. Da dieses Projekt ausgelaufen ist, fehlt es in diesem Jahr an Geld für neue Investitionen.“

Langfristig will der Verein jedoch weiter daran arbeiten, dass Weißenfels noch grüner wird. „Ich könnte mir zum Beispiel Blumenkästen am Geländer der Pfennigbrücke gut vorstellen“, sagt Wiegand. „Da müsste allerdings auch die Stadt mitspielen.“ Denn diese kümmert sich um die Montage und Demontage der Ampeln sowie die Pflege der Pflanzen. Einmal pro Woche werden die Ampeln in der Regel gegossen. Die Stadt hat die Genehmigung, das Wasser dafür aus der Saale zu entnehmen. „Selbst im Hitzesommer letztes Jahr musste lediglich zweimal pro Woche gewässert werden“, sagt Wiegand. „Denn wir haben bei der Anschaffung darauf geachtet, dass die Ampeln über große Wasserfilter von bis zu zwölf Litern verfügen, so dass der Pflegeaufwand so gering wie möglich ist.“

Vielfalt in jeder Schale

Damit die Blütenpracht garantiert ist, wendet der Gärtner übrigens einem Trick an: Er verwendet zwei Pflanzentypen pro Schale: „Wird das Wetter kühl und regnerisch, dann gedeihen die Geranien besser. Wird es wieder ein trockener Sommer, dann sind die Petunien im Vorteil.“ Generell rät Wiegand dazu, Pflanzen auch bei großer Hitze nicht zu viel zu gießen. „Die meisten Blumen brauchen den Zyklus von Nässe und Austrocknung, um gut gedeihen zu können.“

Und wenn die Sommer auch künftig so heiß und trocken bleiben, wie im letzten Jahr? „Wer glaubt, dass dann Kakteen und Palmen in Weißenfels gedeihen, liegt falsch“, lacht Wiegand. „Viele dieser Züchtungen werden zwar als winterfest verkauft . Doch sie gehen in der Regel beim allerersten Frost ein.“ (mz)