„Engagiertes Weißenfels“ eröffnet Sachspendenstelle

„Engagiertes Weißenfels“ eröffnet Sachspendenstelle: Eine gelungene Feier in Weißenfels

Weißenfels - Die Sonne strahlte, Kinder lachten und gute Musik durchdrang die gesamte Nikolaistraße in Weißenfels. Es war nicht das erste Fest der Kulturen in der Saalestadt, das am Donnerstagnachmittag stattgefunden hat. Aber es ist ein wichtiges Fest für alle Ehrenamtlichen und Helfer gewesen, die sich seit einem Jahr für die Geflüchteten aus den Krisenregionen der Welt eingesetzt haben. Die vielen Beiträge von der Rhythmusgruppe des Goethegymnasiums, des CJD, der Stadtbibliothek Weißenfels und vielen anderen trugen zu einem rundum gelungenen Nachmittag ...

Von Carmen Busch 22.04.2016, 10:16

Die Sonne strahlte, Kinder lachten und gute Musik durchdrang die gesamte Nikolaistraße in Weißenfels. Es war nicht das erste Fest der Kulturen in der Saalestadt, das am Donnerstagnachmittag stattgefunden hat. Aber es ist ein wichtiges Fest für alle Ehrenamtlichen und Helfer gewesen, die sich seit einem Jahr für die Geflüchteten aus den Krisenregionen der Welt eingesetzt haben. Die vielen Beiträge von der Rhythmusgruppe des Goethegymnasiums, des CJD, der Stadtbibliothek Weißenfels und vielen anderen trugen zu einem rundum gelungenen Nachmittag bei.

Den Geburtstag der Initiative „Engagiertes Weißenfels“ nun mit vielen Weißenfelsern zu begehen, hat den Helfern mehr als nur Recht gegeben, sich für die Hilfsbedürftige engagiert zu haben. „Ich freue mich einfach nur“, sagte Katja Henze, die Leiterin der Initiative. Dass dieser Nachmittag auf so viel Zuspruch der Weißenfelser stieß, verblüffte die Gleichstellungsbeauftragte der Stadt fast. Dabei hatten sie und andere Mitwirkende genau das erhofft.

Als Besucherin war auch Andrea Bernstein positiv überrascht von ihrer Stadt. „Ich arbeite mit Kindern mit Migrationshintergrund auch ehrenamtlich zusammen und finde die Aktion wirklich gelungen“, lobte die Rentnerin. Für sie sei es ein Schritt in die richtige Richtung gewesen. „Man muss den Menschen begegnen, genau deswegen bin ich gekommen“, betonte sie und erzählte, dass sie sich auch gern die Sachspendenstelle mit ansehen wollte. Normalerweise laufe sie immer vorbei und es habe sie schon lange Zeit interessiert, wie die neuen Räume von der Initiative genutzt werden. „Das es so gut angenommen wird, zeigt doch, dass es richtig ist, für andere einzutreten“, sagte die Rentnerin lächelnd.

Auch Annett Rohte hat das große bunte Fest gefallen. Die Langendorferin, die sonst in Kitas Englisch unterrichtet, ist seit der ersten Stunde vor einem Jahr dabei. Für sie selbst war das Fest ein besonderer Tag. Rohte gibt Deutschunterricht für Geflüchtete und für sie sei es normal mit ihnen umzugehen. „Ich helfe gerne und mittlerweile habe ich auch Freunde unter den Flüchtlingen gefunden“, verriet die 49-Jährige. Zugleich freute es sie sehr, dass sich auch für die über 100 Mitglieder vom „Engagierten Weißenfels“ die Gelegenheit geboten hatte, sich hier mal in einer so lockeren Atmosphäre zu treffen.

Dass Musik sein Leben ist, aber auch ein gutes Kommunikationsmittel über Grenzen hinweg, bewies der Percussionist Conny Sommer aus Leipzig. Zu seiner Trommelsession im Heinrich-Schütz-Haus kamen viele Neugierige und Rhythmusbegeisterte aus Nah und Fern. „Ich mache gerne Musik - egal mit wem“, betonte der Künstler und brachte mit seinen Mittrommlern das Schützhaus zum Beben. (mz)