Einwohnerprognose

Einwohnerprognose: Kann Weißenfels auf mehr Kinder bauen?

Weißenfels - Die Stadt Weißenfels wird bis zum Jahr 2030 deutlich weniger Einwohner verlieren als bislang vorhergesagt. Davon geht die neueste Bevölkerungsprognose des Landes Sachsen-Anhalt aus, die auf der jüngsten Sitzung des Sozialausschusses des Weißenfelser Stadtrates vorgestellt ...

Von Andreas Richter 27.10.2016, 05:00

Die Stadt Weißenfels wird bis zum Jahr 2030 deutlich weniger Einwohner verlieren als bislang vorhergesagt. Davon geht die neueste Bevölkerungsprognose des Landes Sachsen-Anhalt aus, die auf der jüngsten Sitzung des Sozialausschusses des Weißenfelser Stadtrates vorgestellt wurde.

Die Stadt Weißenfels hat zurzeit einschließlich ihrer Ortsteile mehr als 40.000 Einwohner. Nach der bisherigen fünften Bevölkerungsprognose wurden für das Jahr 2025 noch rund 32.900 Einwohner vorhergesagt. Die nunmehr aktualisierte Vorhersage geht jedoch von 35 900 Einwohnern im Jahr 2025 sowie rund 34.000 Einwohnern im Jahr 2030 aus. Weiterhin wird ein deutlich geringerer Rückgang der Geburtenzahlen vorausgesagt. Wurde bislang von noch hundert Geburten im Jahr 2025 ausgegangen, so wurde diese Zahl jetzt auf 217 Geburten korrigiert.

Gute Nachricht für Weißenfels

„Die Situation ist nun deutlich entspannter für uns. Die neue Bevölkerungsprognose ist eine gute Nachricht für Weißenfels“, sagt Maik Trauer, Fachbereichsleiter Bürgerdienste bei der Stadt. Nunmehr sei der Erhalt aller bestehenden Kindertagesstätten und Grundschulen in der Stadt deutlich realistischer als noch vor wenigen Jahren.

Derzeit gibt es in Weißenfels acht Grundschulen und 13 Kindertagesstätten in kommunaler Trägerschaft. Im nächsten Jahr will die Stadt weiter in ihre Kindertagesstätten investieren. So sind ein Neubau in Großkorbetha und eine Zusammenlegung der Kitas aus Tagewerben und Reichardtswerben im ehemaligen Schulgebäude in Tagewerben geplant.

Auswirkungen auf Schulen

Keine unmittelbaren Auswirkungen hat die neue Bevölkerungsprognose nach Einschätzung Trauers auf die Chancen, für die sanierungsbedürftige Uichteritzer Grundschule Fördermittel aus dem Investitionsprogramm Stark III des Landes zu erhalten. Wie Trauer im Sozialausschuss sagte, schwankt die Schülerzahl in Uichteritz um die hundert. Etwa ein Viertel der Schüler komme jedoch derzeit aus der Verbandsgemeinde Unstruttal.

Wie die Schüler künftig verteilt werden, sei jedoch nicht abzusehen. „Wir können die Bestandsfähigkeit der Schule aktuell nicht nachweisen“, sagte Trauer. Für eine Sanierung der Schule werde die Stadt deshalb gegebenenfalls eigene Haushaltsmittel in die Hand nehmen müssen. (mz)