Bushaltestellen in Weißenfels

Bushaltestellen in Weißenfels: Alte Wartehäuschen werden behindertengerecht ersetzt

Weißenfels - In den nächsten Tagen sollen die Bewohner des Tschirnhügels ein benutzbares Buswartehäuschen bekommen. Darüber informierte die Weißenfelser Pressesprecherin Katharina Vokoun. Jahrelang war die alte Unterstellmöglichkeit so desolat, dass sie nicht mehr ihrem eigentlichen Zweck diente. Das Dach war heruntergebrochen, es regnete herein und selbst, wer bei Regen die Gefahr nicht gescheut hätte, wäre ins kniehohe Unkraut ...

22.01.2019, 12:30

In den nächsten Tagen sollen die Bewohner des Tschirnhügels ein benutzbares Buswartehäuschen bekommen. Darüber informierte die Weißenfelser Pressesprecherin Katharina Vokoun. Jahrelang war die alte Unterstellmöglichkeit so desolat, dass sie nicht mehr ihrem eigentlichen Zweck diente. Das Dach war heruntergebrochen, es regnete herein und selbst, wer bei Regen die Gefahr nicht gescheut hätte, wäre ins kniehohe Unkraut geraten.

Da auch das Mauerwerk marode war, kam es zum kompletten Abriss. Die Haltestelle steht auf dem Grundstück einer Agrargenossenschaft, die Stadt ist aber für Wartung und Pflege zuständig. Nach dem Abriss wurde die Fläche eingeebnet und ein Betonfundament gegossen. Bis Ende Januar soll die neue Fertigbau-Haltestelle aus Blech geliefert werden.

Barrierefreie Haltestellen: Noch rund 110 Haltepunkte sollen bis 2021 folgen

Nach der Montage müssen noch Pflasterarbeiten vorgenommen werden. Während hier samt Arbeitsaufwand insgesamt 5.000 Euro ausgegeben werden, fallen beim jetzt geforderten sogenannten barrierefreien Ausbau angesichts unterschiedlicher Bedingungen mindestens doppelt so hohe Kosten an.

Nach acht Haltestellen im Vorjahr sollen noch rund 110 Haltepunkte laut Personenförderungsgesetz bis 2021 folgen. Im Vorjahr sind für den Ausbau 240.000 Euro im Haushalt berücksichtigt worden und in diesem und im nächsten Jahr sind es jeweils 220.000 Euro. Auch Fördermittel sollen zur Verfügung gestellt werden.

Bushaltestellen: Es gibt ein Blindenleitsystem und Rillen- sowie Noppenplatten

Beim Bau von zwei Haltestellen im Lassalleweg waren es insgesamt 21.000 Euro. Dabei wurden Bordsteine angehoben. Es gibt ein Blindenleitsystem und Rillen- sowie Noppenplatten erleichtern sehbehinderten Menschen die Orientierung. In Wartehäuschen gibt es zudem eine separate Fläche für Rollstuhlfahrer und dort, wo die Straße überquert werden kann, wurden Bordsteine abgesenkt.

Zudem entstanden je zwei gegenüberliegende Haltestellen in der Zeitzer Straße an Kaserne und Pestalozzistraße sowie in der Markwerbener Straße. Zwei wurden in Uichteritz und eine in Großkorbetha im Zuge des Straßenbaus saniert. (mz/ts/hz)