Brand-Tragödie in Weißenfels

Brand-Tragödie in Weißenfels: 65-jähriger Geschäftsmann steht vor dem beruflichen Aus

Weißenfels - Gegen 1 Uhr in der Nacht zum Dienstag kam es zu einem Brand in einem Wohn- und Geschäftshaus in der Weißenfelser Saalstraße.

Von Klaus-Dieter Kunick

Gegen 1 Uhr in der Nacht zum Dienstag kam es zu einem Brand in einem Wohn- und Geschäftshaus in der Weißenfelser Saalstraße. Betroffen sind vor allem Räume, in deren Eingangszone das Feuer entstanden ist. Dennoch mussten die Mieter der darüber liegenden Wohnungen kurzzeitig das Haus verlassen. Laut Polizei sind die Wohnungen allerdings nicht in Mitleidenschaft gezogen worden, so dass die Bewohner noch in der Nacht zurückkehren konnten.

Zwar ist die Brandursache noch nicht zweifelsfrei ermittelt worden, aber die Polizei gehe von Brandstiftung aus, sagte der Pressesprecher des Reviers Burgenlandkreis, Dirk Seyffarth. Stark in Mitleidenschaft gezogen wurde vor allem die Eingangstür, weiterer Schaden sei durch das Löschwasser entstanden, teilte der Geschäftsinhaber, ein 65-Jähriger aus Bulgarien, mit. Er stehe zugleich vor dem Ruin - nicht nur der Brand macht ihm zu schaffen: Es wurde in der Vergangenheit auch mehrmals in seinem Laden, bei dem es sich um einen An- und Verkauf handelt, eingebrochen und unter anderem Fernseher und Laptops gestohlen.

„Ich werde aufgeben müssen, denn eine Versicherung, die für den Schaden aufkommen könnte, habe ich nicht“, erklärte der Mann, der seit zwei Jahren das Geschäft betreibt. Wie er weiterhin äußerte, wolle er demnächst zurück in sein Heimatland. Dort könne er bald eine Rente beziehen. Seine Familie lasse er jedoch hier in Weißenfels zurück. (mz)