Betriebskosten in Weißenfels

Betriebskosten in Weißenfels: Soviel mehr müssen Sportvereine künftig zahlen

Weißenfels - Sportvereine in Weißenfels müssen sich ab kommendem Jahr mit einer jährlichen Pauschale von zehn Euro pro erwachsenem Mitglied an den Betriebskosten für die von ihnen genutzten Sportstätten beteiligen. Das hat der Betriebsausschuss des Sport- und Freizeitbetriebes auf seiner Sitzung am Dienstagabend bei zwei Gegenstimmen beschlossen. Bislang hatten die Vereine eine Betriebskostenpauschale von fünf Euro zu ...

Von Andreas Richter 20.10.2016, 05:00
Die Sportvereine sollen sich stärker an den Betriebskosten beteiligen.
Die Sportvereine sollen sich stärker an den Betriebskosten beteiligen. dpa-Zentralbild

Sportvereine in Weißenfels müssen sich ab kommendem Jahr mit einer jährlichen Pauschale von zehn Euro pro erwachsenem Mitglied an den Betriebskosten für die von ihnen genutzten Sportstätten beteiligen. Das hat der Betriebsausschuss des Sport- und Freizeitbetriebes auf seiner Sitzung am Dienstagabend bei zwei Gegenstimmen beschlossen. Bislang hatten die Vereine eine Betriebskostenpauschale von fünf Euro zu zahlen.

Die Verdopplung der Pauschale ist eine von mehreren Maßnahmen, mit denen ein kleiner Beitrag zur Verbesserung der Finanzlage des Sport- und Freizeitbetriebes geleistet werden soll. Beschlossen wurde ebenso, dass der Eigenbetrieb der Stadt bei sportlichen Wettkämpfen, zu denen mehr als 500 Zuschauer kommen, mit zehn Prozent an den Zuschauereinnahmen beteiligt wird.

Allerdings wird diese Regelung nur selten zur Anwendung kommen, da der Mitteldeutsche Basketball Club (MBC) und der Floorballclub UHC Sparkasse, die auf solche Zuschauerzahlen verweisen können, bereits gesonderte Verträge mit der Stadt abgeschlossen haben.

Vorschlagspaket des Sportbetriebes

Gestrichen wurde aus dem Vorschlagspaket des Sportbetriebes jene Passage, die vorsah, dass die Nutzung von Büroräumen durch Sportvereine monatlich fünf Euro pro Quadratmeter kosten soll. „Das können wir den Vereinen nicht zumuten. Wo ist die klare Grenze zwischen Sport- und Büroräumen?“, meinte die Wengelsdorfer Ortsbürgermeisterin Sybille Reider im Betriebsausschuss. Steffen Deibicht (Fraktion Die Linke) sprach sich dafür aus, statt prinzipieller Vorgaben mit jedem Sportverein eine individuelle Nutzungsvereinbarung abzuschließen.

Oberbürgermeister Robby Risch (parteilos) machte deutlich, dass die jetzt beschlossene höhere Kostenbeteiligung der Vereine „kein wirklicher Konsolidierungsbeitrag“ für den Eigenbetrieb sei. Bereits im Jahr 2017 werde das Thema - allein angesichts der zu erwartenden Kosten für die weitere Sanierung des Hallenbades - wohl erneut ins Blickfeld rücken. (mz)