Corona-Pandemie

Besuchsverbot in Kliniken des Burgenlandkreises als letztes Mittel

Die Corona-Inzidenz steigt, doch innerhalb einer Woche gab es keine weiteren Verstorbenen.

Von Martin Walter Aktualisiert: 01.07.2022, 11:03
Besuchsverbote soll es in den Kliniken des Burgenlandkreises vorerst nicht wieder geben.
Besuchsverbote soll es in den Kliniken des Burgenlandkreises vorerst nicht wieder geben. Foto: Katrin Sieler

Weissenfels/MZ - Das Positive vorweg: Vom vergangenen bis diesen Donnerstag gab es „glücklicherweise keine Meldung von Verstorbenen in Bezug auf Corona“ im Burgenlandkreis, sagt dessen Sprecherin Christina Vater. Gleichwohl ist die Sieben-Tage-Inzidenz während dieses Zeitraums von 300,69 auf nunmehr 394,73 gestiegen. Während die Corona-Lage in den Schulen und Kitas des Burgenlandkreises momentan ruhig sei, gebe es ein größeres Infektionsgeschehen in zwei Zeitzer Altenheimen.

Intensivmedizinisch mussten am Donnerstag einzig im Weißenfelser Asklepios-Klinikum drei Covid-Patienten behandelt werden. Dort lagen zu diesem Zeitpunkt zudem 14 Patienten mit Covid auf den Normalstationen. Ebenso viele waren es im Naumburger SRH-Krankenhaus, während in der Zeitzer Schwesterklinik 15 Covid-Patienten behandelt wurden. Zwar steigen die Patientenzahlen in jüngster Zeit wieder, der reguläre Klinikbetrieb sei dadurch aber bislang in keinem der drei Krankenhäuser eingeschränkt. Auch der Mitarbeiterausfall durch Corona-Infektionen halte sich in Grenzen, obgleich SRH-Sprecherin Marika Hesse anmerkt, dass einige Mitarbeiter nach dem Besuch des Naumburger Kirschfests vergangene Woche corona-positiv waren.

Indes hat das Martha-Maria-Krankenhaus in Halle-Dölau am Mittwoch aufgrund der stark gestiegenen Inzidenzwerte in der Großstadt erneut ein Besuchsverbot verhängt. Im Burgenlandkreis drohe das noch nicht. Zwar steht das „aktuell zur Diskussion, ist allerdings ein letztmögliches Mittel zur Risikoeindämmung“, sagt Asklepios-Sprecherin Nicole Menzel. Auch in den SRH-Kliniken in Zeitz und Naumburg beobachte man „das Fallgeschehen mit kritischem Auge“, sagt Sprecherin Marika Hesse. Die beiden Kliniksprecherinnen weisen darauf hin, dass es regelmäßige Telefonkonferenzen zwischen den Krankenhäusern und dem Gesundheitsamt gibt, um einheitliche Regelungen im Landkreis zu erlassen. An allen drei Krankenhäusern dürfen die Patienten momentan einen Besucher pro Tag für zwei Stunden empfangen. In den SRH-Kliniken gilt die 3-G-Regel. Ab kommender Woche greift diese auch wieder in der Weißenfelser Klinik, sagt Sprecherin Nicole Menzel.