Besucher-Rekord zum Weltgästeführertag

Besucher-Rekord zum Weltgästeführertag: Dem Bauhaus auf der Spur

Weißenfels - Besucher-Rekord zum Weltgästeführertag. Fünf Stadtrundgänge sollten zeigen, welche Spuren der Bauhaus-Stil in der Stadt hinterlassen hat.

Von Meike Ruppe-Schmidt 25.02.2019, 08:39

„Hier habe ich oft in der Schlange angestanden“, erinnert sich Ute Topf lachend, als sie vor den Toren des Gloria- Theaters steht. Der ehemalige Filmpalast war eins von mehreren Bauwerken, die am Sonntag beim Stadtrundgang zum Weltgästeführertag in Weißenfels im Fokus standen.

Unter dem Motto „100 Jahre Bauhaus“ hatte der Fremdenführerverein insgesamt fünf verschiedene Touren durch die Innenstadt angeboten. „Wir wollen die Stadt Weißenfels mit der Veranstaltung in den Blickpunkt rücken und Aufmerksamkeit für unsere spannende Geschichte wecken“, sagt Hans-Joachim Bürger vom Fremdenführerverein. Umso mehr freute er sich über den Besucher-Rekord von über 70 Teilnehmern, die zum Treffpunkt auf dem Markt kamen. „Wir sind sehr froh darüber, dass sich die Weißenfelser zunehmend für die Vergangenheit ihrer Stadt interessieren“, so Bürger.

Stadtrundgänge in Weißenfels: Im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit stand bei den meisten Teilnehmern ohne Zweifel das Gloria

Im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit stand bei den meisten Teilnehmern ohne Zweifel das Gloria. Rund 40 Gäste schlossen sich der Führung von Theresa Schneidewind an, die über die Pfennigbrücke zu dem ehemaligen Filmtheater und über die Merseburger Brücke zurück führte. Unter ihnen ist Uta Fritzsch. „Wir nehmen zum ersten Mal an der Veranstaltung teil, weil uns Bauhaus an sich und die Geschichte des Glorias im Besonderen interessiert“, sagt sie. „Es bewegt uns, was aus dem Gebäude wird. Außerdem hatten wir gehofft, dass man einen Blick in das Gebäudeinnere werfen kann.“

Eine Hoffnung, die zwar viele Anwesende teilten. Doch sie wurde an diesem Tag enttäuscht: „Ohne eine Begleitung vom Bauamt ist es leider nicht möglich, dass Gebäude zu betreten“, erklärt Fremdenführerin Schneidewind. Außerdem sei eine Begehung des maroden Gebäudes ohne entsprechende Schutzkleidung gesundheitsgefährdend.

Außer dem Gloria standen an diesem Tag in vier weiteren Führungen das Landratsamt, der Töpferdamm, das Gericht, das Goethegymnasium sowie verschiedene Caféhäuser im Fokus. Insgesamt zeigte man sich im Fremdenführerverein zufrieden. „Wir merken zunehmend, dass auch Leute von außerhalb und speziell aus den alten Bundesländern zu uns kommen und sich für unsere Geschichte interessieren“, sagt Bürger. „Das hängt auch mit dem besseren Informationsfluss zusammen.“ (mz)