Bauarbeiten abgeblasen

Bauarbeiten in Weißenfels abgeblasen: Sanierung der Wengelsdorfer Kita ist zu teuer

Weißenfels - Die Kindertagesstätte im Weißenfelser Ortsteil Wengelsdorf wird nun doch nicht grundhaft saniert.

Von Andreas Richter 02.02.2017, 11:30

Die Kindertagesstätte im Weißenfelser Ortsteil Wengelsdorf wird nun doch nicht grundhaft saniert. Darüber hat Maik Trauer, zuständiger Fachbereichsleiter bei der Stadt, am Dienstag auf der Sitzung des Sozialausschusses informiert. Noch im September letzten Jahres hatte die Stadt 450.000 Euro für Bauarbeiten in der Kita „Glashütte“ eingeplant. Die Sanierung gehörte zu den zusätzlichen Investitionen, die die Kommune aufgrund höherer Gewerbesteuer-Einnahmen auf den Weg bringen wollte.

Untersuchungen eines Ingenieurbüros zur Vorbereitung der Baumaßnahme brachten inzwischen jedoch eine ernüchternde Erkenntnis: Die Bausubstanz ist bereits in einem Maße geschädigt, dass die Sanierung mehr als eine Million Euro kosten würde. Das Fazit der Stadtverwaltung: „Die Aufwendung eines solchen Betrages wäre angesichts der Gesamtbausubstanz der Kita wirtschaftlich nicht vertretbar.“

Bereits am Donnerstag soll mit dem Jugendamt des Landkreises darüber beraten werden

Bereits am Donnerstag soll mit dem Jugendamt des Landkreises darüber beraten werden, wie die Kindereinrichtung weiter betrieben werden kann. Hatte doch die Kommune als Träger von Jugendamt und Gesundheitsamt Auflagen erhalten, die eigentlich mit der Grundsanierung erfüllt werden sollten. Trauer geht davon aus, dass die Kita, in der zurzeit mehr als 50 Mädchen und Jungen betreut werden, erhalten bleibt. Allein aus Platzgründen sei es nicht möglich, die Kinder aus Wengelsdorf in Einrichtungen benachbarter Ortsteile unterzubringen. Mittelfristig müsse „eine bauliche Alternativlösung“ für die Wengelsdorfer Kita gefunden werden, sagte Trauer.

Das bislang für die Sanierung der „Glashütte“ vorgesehene Geld soll nun zu einem Teil für die geplante Zusammenlegung der Kitas in Tagewerben und Reichardtswerben verwendet werden. Beide sollen in einem leerstehenden Bereich der Tagewerbener Grundschule untergebracht werden. Auch hier deutet sich an, dass die für die Bauarbeiten geplanten rund eine Million Euro nicht ausreichen werden. (mz)