Unfallschwerpunkt B176

B176 in Weißenfels: Ampel entschärft gefährlichen Unfallschwerpunkt

Weißenfels - In der Vergangenheit hatte es an der Kreuzung Tagewerbener Straße/B 176 immer wieder heftig gekracht. Eine neue Ampel bringt Besserung.

Von Jan Iven 11.07.2017, 10:51

An der Kreuzung Tagewerbener Straße/B 176 kommt es seit der Einrichtung einer Ampelanlage im Dezember 2015 kaum noch zu Unfällen. Das geht aus einer Antwort der Landesregierung von Sachsen-Anhalt auf eine Anfrage des Landtagsabgeordneten Rüdiger Erben (SPD) hervor. Der Weißenfelser wollte wissen, wie sich die Zahl der Unfälle an dem Unfallschwerpunkt in den vergangenen Jahren entwickelt hat.

Ampel an B176: Deutlich weniger Unfälle verzeichnet

Laut Statistik des Landes kam es mit der Ampel an der Kreuzung im Jahr 2016 nur noch zu einem Unfall. Dabei wurde niemand verletzt. Im Jahr 2017 wurde bisher noch überhaupt kein Zusammenstoß verzeichnet. „Jetzt zeigt sich, dass es richtig war, nicht weiter mit immer neuen Verkehrsschildern oder Rüttelstreifen zu experimentieren, sondern mit Maßnahmen zu reagieren, die erwiesenermaßen Erfolg bringen“, so Erben, der bereits vor zwei Jahren in der MZ eine Ampel gefordert hatte. Im Gegensatz zu der Ampelanlage hätten all diese Versuche bisher keine Sicherheit gebracht.

So heftig hatte es an der B176 vor der Ampel gekracht

An der Kreuzung war es in der Vergangenheit immer wieder zu Zusammenstößen auch mit Personenschäden gekommen. So gab es von 2011 bis 2015 jährlich zwischen sechs und zehn Unfälle, insgesamt also mehr als 30. Hauptursache war bei fünf bis acht Fällen die Missachtung der Vorfahrt. Bei mindestens der Hälfte aller Unfälle wurden Verkehrsteilnehmer verletzt.

Zwei Monate nach dem entsprechenden Beschluss wurde im Dezember 2015 zunächst eine mobile Ampel an der Tagewerbener Straße aufgestellt. Kurios: An dem vorgesehenen Tag muss der Aufbau der Ampel verschoben werden, da es wieder einmal zu einem Unfall an der Kreuzung kam.

Aufgrund der positiven Erfahrungen hat das Land 2016 schließlich 100.000 Euro für die Errichtung einer festen Ampelanlage an der Kreuzung bereit gestellt. Auch aus Sicht des Landes war es damit gelungen, einen der gefährlichsten Unfallschwerpunkte in Weißenfels zu entschärfen. (mz)