Abstimmung über Kegelbahn Borau

Abstimmung über Kegelbahn Borau: Selbst weiterführen oder Licht aus?

Weißenfels - Am Sonnabend müssen die Borauer Kegler eine Entscheidung treffen. Wollen sie ihre Bahn selbst weiterführen oder geht auf dieser für immer das Licht aus.

Von Alexander Kempf 21.03.2018, 09:35

Am Sonnabend müssen die Borauer Kegler eine Entscheidung treffen. Wollen sie ihre Bahn selbst weiterführen oder geht auf dieser für immer das Licht aus. Mit Rückendeckung des Stadtrats will Weißenfels die Sportstätte nämlich schließen, da eine Sanierung der in die Jahre gekommenen Bahn laut Leiterin Viola Schikorr vom Sport- und Freizeitbetrieb unwirtschaftlich wäre.

Die Borauer Kegler aber hängen an ihrer Spielstätte im Ort und haben sich von der Stadt nun die bisherigen Betriebskosten vorlegen lassen, um zu prüfen, ob sie einen Betrieb der Bahn selber schultern können. Am Sonnabend will Gabriele Denzin den anderen Vereinsmitgliedern die Zahlen vorlegen und um eine Entscheidung bitten.

Mitgliedsbeiträge für die Kegler würden bei einer Übernahme der Bahn „erheblich“ steigen

Schon jetzt steht fest, die Mitgliedsbeiträge für die Kegler würden bei einer Übernahme der Bahn „erheblich“ steigen. Um wie viel genau, das wird erst Sonnabend Thema sein. Fest steht bereits, dass mehr als ein Dutzend Freizeitsportler, welche die Bahn bisher genutzt haben, sich an den Kosten für den Betrieb nicht beteiligen wollen. „Sie sind schon abgesprungen“, sagt Gabriele Denzin vom Borauer Kegelverein. Die Sportler bezahlen bisher monatlich sechs Euro Mitgliedsbeitrag.

Wenn sich die Borauer gegen den Erhalt der eigenen Bahn aussprechen, können sie in Zukunft Kugeln in Langendorf, einem anderen Weißenfelser Ortsteil, schieben. Das Angebot hat ihnen der Sport- und Freizeitbetrieb mit dem angekündigten Aus für die Kegelbahn in Borau unterbreitet. „Nun muss die Entscheidung her“, sagt Gabriele Denzin. Sie will auch die Stadt so schnell wie möglich über das Votum informieren.

An der Bahn in Borau hat es erst vor zwei Jahren kleinere Baumaßnahmen gegeben. Damals war laut Viola Schikorr ein akuter Schimmelbefall festgestellt worden. Die Bahn ist aus Sicht des Sport- und Freizeitbetriebs ein Fass ohne Boden. (mz)