A9 bei Weißenfels

A9 bei Weißenfels: Neue Chance für Lärmschutzwand?

Weißenfels - Zusätzliche Lärmschutzmaßnahmen am Weißenfelser Abschnitt der Autobahn 9 sind aus Sicht des Bundesverkehrsministeriums grundsätzlich möglich. Das geht aus einem Schreiben von Enak Ferlemann (CDU), Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur, an den Weißenfelser Bundestagsabgeordneten Dieter Stier (CDU) ...

Von Andreas Richter 23.07.2016, 06:00

Zusätzliche Lärmschutzmaßnahmen am Weißenfelser Abschnitt der Autobahn 9 sind aus Sicht des Bundesverkehrsministeriums grundsätzlich möglich. Das geht aus einem Schreiben von Enak Ferlemann (CDU), Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur, an den Weißenfelser Bundestagsabgeordneten Dieter Stier (CDU) hervor.

Stier hatte sich in einem Schreiben an Verkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) nach den Perspektiven für Maßnahmen zum Lärmschutz für die unmittelbar an der Autobahn gelegenen Orte Borau und Kleben erkundigt. Zuvor hatten sich Borauer Bürger an den Abgeordneten mit der Bitte gewandt, sie in ihren Bemühungen um einen wirksameren Lärmschutz zu unterstützen. In dem nunmehr vorliegenden Schreiben verweist das Bundesverkehrsministerium darauf, dass die Straßenbauverwaltung Sachsen-Anhalt für die Planung von Lärmschutzmaßnahmen zuständig sei. Das Ministerium habe das Land gebeten, entsprechende Planungsleistungen zu forcieren, heißt es. Nach Stiers Einschätzung könnten die Kapazitäten beim Land für die Vorbereitung des Baus einer Lärmschutzwand bei Kleben derzeit allerdings nicht ausreichen. „Wir haben einen Engpass bei Planern“, sagte Stier gegenüber der MZ. Er habe den Weißenfelser Oberbürgermeister Robby Risch (parteilos) über die jüngste Reaktion des Bundes zum Thema informiert. Nach Ansicht des Bundestagsabgeordneten sollte geprüft werden, inwieweit Leistungen von Planungsbüros für die Vorbereitung von Lärmschutzmaßnahmen an der Autobahn in Anspruch genommen werden können.

In den 90er Jahren war im Abschnitt Borau der Autobahn 9 ein Erdwall errichtet worden. Der relativ niedrige Wall bringt jedoch keine wirkliche Entlastung. Seit mehr als zwanzig Jahren kämpfen die Anwohner von Borau und Kleben mittlerweile um eine Lärmschutzwand an der Autobahn. (mz)