Freundschaftsspiel bei Tropenhitze

VfB Sangerhausen kann sich gegen die Landesliga-Elf vom MSV Eisleben behaupten

Von Ralf Kandel
Christoph  Eisler trifft im Freundschaftsspiel zwischen dem VfB Sangerhausen und dem MSV MSV Eisleben zum 1:0 für die Gastgeber.
Christoph Eisler trifft im Freundschaftsspiel zwischen dem VfB Sangerhausen und dem MSV MSV Eisleben zum 1:0 für die Gastgeber. (Foto: Ralf Kandel)

Sangerhausen/Eisleben - Das Warten hat ein Ende. Pünktlich 14 Uhr pfiff Kay Schröter aus Kelbra am Sonnabend im Sportpark das Fußball-Freundschaftsspiel zwischen dem VfB Sangerhausen und dem MSV Eisleben an. Der Ball rollt wieder. Oder wie Mikolaj Bondia, Torhüter der Gastmannschaft aus der Lutherstadt, die Gefühlswelt von Spielern, Trainern und den knapp 80 Fans analysierte: „Geil, endlich wieder Spiele. Es ist ganz einfach ein wunderbares Gefühl.“

Fast schon zur Nebensache wurde da die Tatsache, dass die Partie bei Tropenhitze über die Bühne ging und sich der gastgebende Verbandsligist schließlich mit 2:1 Toren gegen die Landesliga-Vertretung des MSV knapp mit 2:1 Toren behauptete.

Ruhe für drei Hasen und einen Fuchs auf dem Sportplatz vorbei

Vor dem Spiel gab sich Olaf Glage, Trainer des VfB Sangerhausen und Stadionleiter in Personalunion locker. „Für die drei Hasen und den Fuchs, die sich hier mittlerweile heimisch fühlen, ist es jetzt mit der Ruhe vorbei. Nur schade, dass wir den Platz noch immer nicht richtig bewässern können, unsere Anträge für ein neues Bewässerungssystem sind bisher alle von der Stadt abgelehnt worden.“

Als Kapitän führte der 45-jährige Daniel Trautmann die Sangerhäuser auf den Rasen. Er sah, wie sein Team von Anfang an das Geschehen auf dem Feld an sich riss. Bereits nach acht Minuten fiel dann der erste Treffer in der Partie. Christoph Eisler tauchte urplötzlich völlig frei vor dem Eisleber Tor auf und ließ Torhüter Bondia keine Chance.

Auch danach machten die Sangerhäuser Druck. Marcel Dietze scheiterte nach einer halben Stunde an Bondia, kurz darauf traf Kevin Schäffner nur die Querlatte des MSV-Gehäuses. Nach 35 Minuten war es Seny Facinet Sylla, der den Ball nicht am Eisleber Schlussmann vorbei bekam. Kurz vor dem Pausenpfiff fiel dann aber doch das längst überfällige 2:0. Nach einer tollen Kombination war es schließlich Marcel Dietze, der den Ball im Netz der Lutherstädter unterbrachte.

VfB Sangerhausen geht mit Zwei-Tore-Führung in die Halbzeit

Mit der Zwei-Tore-Führung für die Sangerhäuser gingen beide Mannschaften dann auch in die Kabinen. Den besseren Start in die zweiten 45 Minuten erwischten die Lutherstädter, in deren Reihen auch drei Gastspieler mitmischten. Schnell kamen sie auch zum Anschlusstreffer. Die Vorbereitung für das Tor leistete allerdings ein Sangerhäuser. Patrick Olbricht vertändelte die Kugel, plötzlich stand Kevin Wendler frei vor dem VfB-Kasten und ließ Maik Bemmann keine Chance.

Nach einer Stunde hatte dann VfB-Kapitän Daniel Trautmann Feierabend, beide Mannschaften wechselten ohnehin munter durch. Nach einer zweiten Trinkpause waren es dann die MSV-Kicker, die das Heft des Handelns übernahmen. Nun lag der Ausgleich förmlich in der Luft. Daran, dass das 2:2 nicht mehr fiel, hatte Bemmannn seinen Anteil. Kurz vor Ultimo fischte er dem allein auf ihn zustürmenden Eisleber Mannschaftskapitän Philipp Baierl die Kugel gekonnt vom Fuß. Es war die letzte Chance der Partie, am Ende blieb es beim knappen Vorsprung der Elf aus der Kreisstadt.

Trainer Olfa Glage ist zufrieden

Nach der Partie war VfB-Trainer Olaf Glage zufrieden. Insbesondere die ersten 45 Minuten hatten es ihm angetan. „Auf die erste Halbzeit können wir aufbauen. Nach einer Stunde waren wir dann mausetot.“ Und Eislebens Keeper Mikolaj Bondia brachte die Gefühlswelt aller Beteiligten noch einmal auf den Punkt: „Hauptsache ist, wir haben gespielt.“ (mz)