Verkauf der Vorburg Allstedt

Verkauf der Vorburg Allstedt: Investor wartet auf den Kaufvertrag

Allstedt - Der Stadtrat tagt dazu frühestens Ende März.

Von Grit Pommer 01.03.2018, 07:00

Der März steht vor der Tür, doch der Kaufvertrag für die Allstedter Vorburg ist noch immer nicht notariell unterzeichnet. Im Dezember hatte der Stadtrat beschlossen, das Objekt an Christian Kopocz zu verkaufen. Doch bevor der Eigentümerwechsel vor dem Notar besiegelt wird, wollen die Stadträte den detailliert ausgearbeiteten Vertrag noch einmal sehen. Vor allem um sicherzugehen, dass die Wege- und Leitungsrechte für die Kernburg, die ja weiterhin der Stadt gehört, abgesichert werden.

Im März werden sich Hauptausschuss und Stadtrat zu ihren nächsten Sitzungen treffen. Dann wäre die früheste Gelegenheit für den Rat, den Vertragsentwurf abzusegnen. „Wenn es im März endlich über die Bühne geht, bin ich noch ruhig“, sagte Kopocz im MZ-Gespräch. Verzögere sich das Ganze noch weiter, dann werde es problematisch. Auch er selbst habe noch keinen Vertragsentwurf gesehen.

Investor plant, im Sommer in die Vorburg zu ziehen

Eigentlich wollte Kopocz bis zum Sommer sowohl privat als auch mit seiner PR-Firma und Printmanufaktur ins Erdgeschoss und die Stallungen im Westflügel umgezogen sein und am neuen Standort die Arbeit aufnehmen. Die eingesparte Miete für Wohnung und Firmenräume in Rostock und Lübeck ist Teil des Finanzierungskonzepts, das er in Allstedt für den Ausbau der Vorburg vorgestellt hatte.

Immerhin seien die Gebäude inzwischen aber fast vollständig beräumt, so dass man alles besichtigen und für die Planung ausmessen konnte, sagt Kopocz. Einen konkreten Bauantrag könne man aber auch erst einreichen, wenn die Eigentumsverhältnisse endgültig geklärt sind.

Investor plant neue Hausanschlüsse für Gas, Wasser und Strom

Als ersten Schritt fasst Kopocz schon mal neue, stabile Hausanschlüsse für Gas, Wasser und Strom ins Auge. Möglicherweise werde die Stadt die Gelegenheit nutzen, die Kernburg ebenfalls ans Gasnetz anzuschließen.

Für seine Hotel- und Gastronomiepläne in der Vorburg hat Kopocz in den vergangenen Wochen schon emsig sein Netzwerk erweitert. Er nahm an der Reise ins Salzburger Land teil, die die Standortmarketinggesellschaft für touristische Anbieter aus Mansfeld-Südharz organisiert hatte.

Im Ergebnis richtet er den Blick auch in den benachbarten Kyffhäuserkreis, knüpfte unter anderem Kontakt zum Klostergut in Mönchpfiffel. Bad Frankenhausen und das Kyffhäuserdenkmal befänden sich eher im Einzugsgebiet als Stolberg, meint er und will Allstedt „zurück auf die touristische Landkarte setzen“. (mz)