Verhaftung nach Messerstecherei

Verhaftung nach Messerstecherei: Blutiger Streit endet für 21-Jährigen auf dem OP-Tisch

Sangerhausen - Ein blutiger Streit mit einem Messer zwischen zwei 21 und 23 Jahre alten Männern in einer Wohnung in Sangerhausen hat am Dienstagmorgen für einen der Beteiligten ein vorläufiges Ende auf dem Operationstisch genommen. Der 21-Jährige musste aufgrund seiner schweren Verletzungen operiert werden. Er war eigens dafür mit einem Rettungshubschrauber in eine Spezialklinik geflogen ...

Von Karl-Heinz Klarner 28.08.2018, 13:20

Ein blutiger Streit mit einem Messer zwischen zwei 21 und 23 Jahre alten Männern in einer Wohnung in Sangerhausen hat am Dienstagmorgen für einen der Beteiligten ein vorläufiges Ende auf dem Operationstisch genommen. Der 21-Jährige musste aufgrund seiner schweren Verletzungen operiert werden. Er war eigens dafür mit einem Rettungshubschrauber in eine Spezialklinik geflogen worden.

Der mutmaßliche Messerstecher wurde noch in der Wohnung vorläufig festgenommen, teilte die Polizei mit. Die Tatwaffe wurde durch die Polizeibeamte ebenfalls sichergestellt. Bei dem offenbar schwer verletzten Opfer und dem vermeintlichen Täter handelt es sich um Migranten aus Afghanistan, erklärte Antje Hoppen, Pressesprecherin der Polizeidirektion Sachsen-Anhalt Süd in Halle. Die Polizei habe jetzt strafrechtliche Ermittlungen aufgenommen und prüfe in dem Zusammenhang, ob ein Verbrechen vorliegen könnte, sagte Hoppen.

Die Messerattacke ereignete sich in den frühen Morgenstunden des Dienstag. Dabei gerieten die beiden Asiaten offensichtlich in einer Neubauwohnung  im Sangerhäuser Stadtteil „Am Rosarium“ aneinander. Nachdem die Situation eskalierte haben Hausbewohner offenbar die Rettungsleitstelle informiert.

Zu den Hintergründen der blutigen Auseinandersetzung konnte die Polizei noch keine Angaben machen.  Zwar waren  nach MZ-Informationen zwei Zeugen von der Polizei vernommen worden, dies habe jedoch noch keine tiefgreifenden Erkenntnisse gebracht. Man stehe noch ganz am Anfang der Ermittlungen. Zudem müssten die Spuren vom Tatort noch ausgewertet werden, hieß es aus Ermittlerkreisen. Das Aufgebot von Polizei und Rettern hatte vor Ort für Aufregung gesorgt. (mz)