Serie von Einbrüchen hält Polizei in Atem

Eisleben/Hettstedt/MZ. - Die jüngsten Opfer sind die Sportler aus Gerbstedt. Zwar wurden dort in der Nacht zum Montag nur Bier und Süßigkeiten gestohlen (die MZ berichtete), aber es gibt Tatorte, da sah es nach den Einbrüchen aus "als wäre eine Bombe eingeschlagen". Das sagt ein Mitglied des Vorstands des Mansfelder Sportvereins (MSV) in Eisleben. In der vergangenen Woche seien die Räume der Geschäftsstelle von unbekannten Tätern "regelrecht verwüstet" worden. Sämtliche Schränke seien aufgebrochen worden, Reinigungschemikalien wurden zusammen mit dem Inhalt von Feuerlöschern in die Zimmer verschüttet, Monitore wurden demoliert, Tastaturen ebenfalls. ...

Von Ronald Dähnert 26.10.2004, 16:10

Die jüngsten Opfer sind die Sportler aus Gerbstedt. Zwar wurden dort in der Nacht zum Montag nur Bier und Süßigkeiten gestohlen (die MZ berichtete), aber es gibt Tatorte, da sah es nach den Einbrüchen aus "als wäre eine Bombe eingeschlagen". Das sagt ein Mitglied des Vorstands des Mansfelder Sportvereins (MSV) in Eisleben. In der vergangenen Woche seien die Räume der Geschäftsstelle von unbekannten Tätern "regelrecht verwüstet" worden. Sämtliche Schränke seien aufgebrochen worden, Reinigungschemikalien wurden zusammen mit dem Inhalt von Feuerlöschern in die Zimmer verschüttet, Monitore wurden demoliert, Tastaturen ebenfalls. Über

Fax und Telefon sei Duschbad geflossen, Rechner hätten Fußtritte abbekommen. Die genaue Summe des Schadens sei endgültig noch gar nicht berechnet worden. Das MSV-Vorstandsmitglied ist sich sicher, dass es den randalierenden Einbrechern letztlich nur um Geld ging. Denn aus einer Kasse wurden etwa 60 Euro gestohlen, sonst fehle nichts.

Dieser Vermutung stimmt Birgit Bandermann, Polizeisprecherin, zu. Auch bei den anderen Einbrüchen sei in erster Linie Geld gestohlen worden. Die Polizei, die auf Hochtouren ermittle, sei dabei, nach Zusammenhängen zwischen den Taten zu suchen. Eine Vermutung sei, dass jeweils mehrere Einbrecher am Werk waren, das schließe die Kriminalpolizei aus den Spuren an den Tatorten. Mehr wollte die Polizei nicht preisgeben, "um die Ermittlungen nicht zu gefährden", so Bandermann.

Für Hans-Ulrich Königshausen, Geschäftsführer des Kreissportbundes im Mansfelder Land, ist die Tatsache, dass überwiegend geringe Geldbeträge gestohlen werden, wenig tröstlich. Zwar seien die Vereine alle versichert, und auch Gitter vor Fenstern und Türen würden mittlerweile zum Standard gehören. Doch mehrfache Einbrüche in immer die selben Sportlerheime würden zu Problemen mit den Versicherungen führen. "Die kündigen die Verträge, wenn die Schadenssummen zu hoch werden", weiß Königshausen.