Erhalt der Festwiese in der Ostsiedlung

Sangerhäuser Bürgerinitiative ruft zu Teilnahme am Ortstermin auf

Von Frank Schedwill
Protest gegen die Bebauung des Sportplatzes  in der Ostsiedlung
Protest gegen die Bebauung des Sportplatzes in der Ostsiedlung (Foto: Maik Schumann)

Sangerhausen - Örny Lindau, der Vorsitzende der Bürgerinitiative Ostsiedlung Sangerhausen, hat die Bewohner des Stadtteils aufgerufen, möglichst zahlreich an einer Begehung des Sportplatzes in dem Wohngebiet teilzunehmen. Hintergrund: Die Mitglieder des städtischen Bauausschusses wollen sich an diesem Mittwoch ab 17 Uhr das Gelände ansehen, das die Städtische Wohnungsbaugesellschaft (SWG) mit Einfamilienhäusern bebauen will. Die Bürgerinitiative läuft seit Monaten Sturm dagegen. Während Stadt und SWG neues Bauland für junge Familien planen, wollen viele Bewohner der Siedlung den Sportplatz erhalten, der bis vor einigen Jahren auch als Festwiese genutzt wurde. Lindau sagte, bei dem Vor-Ort-Termin bestehe wahrscheinlich auch die Möglichkeit, mit Stadträten persönlich zu sprechen. Diese Gelegenheit sollten die Anwohner nutzen. Eine Entscheidung ist bei dem Termin aber nicht zu erwarten. Der Ausschussvorsitzende Reinhard Windolph (CDU) sagte: „Es geht in erster Linie darum, uns selbst ein Bild zu machen.“

Die Stadt hatte jüngst mitgeteilt, dass sie dabei ist, einen Bebauungsplan für das Gelände zu erstellen. Der soll wahrscheinlich nach der Sommerpause öffentlich ausgelegt werden. Dann könnten die Anwohner Einwände äußern. Die endgültige Entscheidung über eine Bebauung obliegt dem Stadtrat. Allerdings regt sich in dem Gremium Widerstand, wie das Eigenheimprojekt derzeit geplant ist. So unterstützt die Linkspartei die Anwohner. Auch die Bürgerinitiative Sangerhausen (BIS) ist gegen eine Bebauung des Platzes. „Wir sind ganz klar dafür, das Gelände zu erhalten“, hatte Fraktionschef Klaus Peche der MZ gesagt. Der Bebauungsplan sei richtig, es müsse aber ein vernünftiges Nutzungskonzept geben, das die Interessen der Mieter berücksichtige. (mz)