Wie hoch sind die Unterhaltungskosten?

Nachfragen im Allstedter Stadtrat nach Kosten für Kunstrasen

Von Grit Pommer
Symbolfoto: Kreisoberliga Allstedt gegen Roßla
Symbolfoto: Kreisoberliga Allstedt gegen Roßla (Foto: Ralf Kandel)

Allstedt/MZ - Wie viel hat der Hybridrasenplatz auf dem Schlossberg unterm Strich die Stadt Allstedt mehr gekostet und welche jährlichen Kosten werden durch die Pflege anfallen? Das wollte Hagen Böttger (WG FFw) in der jüngsten Hauptausschusssitzung wissen, als das Thema unter dem Tagesordnungspunkt „Anfragen und Anregungen“ zur Sprache kam. Bei den Baukosten verwies Bürgermeister Jürgen Richter (CDU) auf die Zahlen, die bei der offiziellen Übergabe genannt wurden.

Demnach hat Allstedt von den Gesamtkosten von gut 380.000 Euro aus seinem Haushalt rund 43.000 Euro getragen. Von diesem Betrag hatte aber der Sportverein Allstedt 13.000 Euro von Spendern und Sponsoren eingesammelt und an die Stadt übergeben. 224.000 Euro kamen aus einem Förderprogramm des Landes, 115.000 Euro aus dem Zukunftsfonds des Landkreises. Weil die Ausschreibung deutlich höhere Summen ergeben hatte als jene 375.000 Euro, mit denen man ursprünglich mal gerechnet hatte, handelte Allstedt mit der Baufirma eine Verkleinerung des Auftrags aus. Statt des Unternehmens übernahmen Mitglieder der Sektion Fußball des SV Allstedt einen großen Teil der Erdarbeiten. Tore, Ballfangnetze und die Zuschauerbarriere hat der Verein über weitere Spenden und Sponsorengelder ebenfalls selbst finanziert.

Kritik an der Übergabe des Platzes

Eine Aussage zu den jährlichen Unterhaltungskosten des Hybridrasens will Richter bis zur Stadtratssitzung nachreichen. Thomas Schlennstedt (SPD), zugleich Vorsitzender des SV Allstedt, nannte es „schwach, dass die Stadt nicht in der Lage war, den fertigen Platz angemessen zu übergeben“. Immerhin war es eines der größten Bauprojekte in der jüngsten Zeit.

Das erste Spiel zur offiziellen Saisoneröffnung der Kreisoberliga sei durchaus ein würdiger Rahmen gewesen, wies Richter den Vorwurf zurück. Der Termin für das Eröffnungsspiel habe Ende August angestanden, zuvor habe man nicht extra noch eine offizielle Übergabe allein durch die Stadt organisieren wollen. „Es war so abgestimmt, dass die Fußballer das übernehmen“, sagte Richter.