Mifa-Bike Sangerhausen

Mifa-Bike Sangerhausen: Scheck bringt 2,85 Millionen Euro Fördermittel

Sangerhausen - Ab 2017 sollen neue Fahrräder vom Band in Sangerhausen rollen

Von Karl-Heinz Klarner 08.08.2016, 09:29

„Dort hinten kommt die Lackiererei hin,“ sagt Peter Hübner und zeigt mit einer ausladenden Handbewegung auf die gegenüber liegenden Seite der rund 200 Meter langen Werkhalle.

An der Stelle, wo jetzt  noch die Wohnwagen und Fahrzeuge der Handwerker stehen, sollen bereits mit Beginn des neuen Jahres die ersten Fahrräder der Mifa-Bike in Sangerhausen vom Band rollen. Diesen Termin hat  Projektleiter Hübner fest im Blick.

Erster Umzug für Oktober geplant

Mifa-Werkleiter Matthias Herold ist ebenfalls zuversichtlich. „Im August kommt der Hallenboden rein, im Oktober werden die ersten umziehen und Ende des Jahres sind wir komplett drin“, sagt er.  Dann startet Mifa-Bike in das  Saisongeschäft.

Die Finanzierung des rund 20 Millionen Euro teuren Fabrikneubaus  scheint gesichert. Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Rainer Haseloff (CDU) hatte im Februar bei einem Unternehmensbesuch in Sangerhausen eine Förderung über 2,85 Millionen Euro zugesagt,  jetzt  hat  Landeswirtschaftsminister Jörg Felgner (SPD)  den Bescheid an Mifa-Eigentümer Heinrich von Nathusius   übergeben.

Das Familienunternehmen setzt auf eine neue Strategie

Der 73-Jährige verweist auf die  über 100-jährige Tradition des Fahrradbaus in der Kreisstadt.  „Zukunft heißt heute, dass die Fahrräder und alles wesentlichen Teile auch wieder verstärkt in Europa gefertigt werden - und Sangerhausen liegt  im Zentrum von Deutschland und Europa“,   so von Nathusius.

Schließlich setzt der Familienunternehmer auf eine neue Strategie.  So soll das Beispiel Automobilindustrie  in der Fahrradmontage   Schule machen. Neben der Fertigung von Modellen soll der Kunde künftig nach seinen Wünschen bestellen können.  

Ehe es soweit ist, muss  noch einiges am neuen Firmensitz gebaut werden. Unter anderem entstehen zwei Zufahrten zum Gelände „An der Wasserschluft“. 300 Parkplätze und einen Fahrradunterstand mit Ladestation wird es für die aktuell 530 Mifa-Beschäftigten geben, erläutert  Hübner.