Spontanes Straßenfest mit Musik

Kleine Version der Fete de la musique in Sangerhausen geplant

Von Joel Stubert
Marienkirche
Marienkirche (Foto: Maik Schumann)

Sangerhausen - Die Kultur in Sangerhausen kehrt langsam wieder ins Stadtbild von Sangerhausen zurück. Ein Meilenstein dabei dürfte die Fete de la musique sein, die kurzfristig für den 21. Juni organisiert wird. „Aufgrund der Corona-Pandemie haben wir uns vergangene Woche spontan dazu entschieden, eine kleine Version der fete de la musique zu machen“, sagt Siegbert Gießer, Vereinsvorsitzender vom Armen Kasten. Bundesweit sei zuvor schon über eine digitale Version der fete de la musique gesprochen worden. „Aber Kultur geht nicht digital“, sagt Gießer. „Die Straßenmusik lebt von der Straße und von der Interaktion mit dem Publikum“, sagt er.

Stattfinden wird das Ganze wie gehabt auf der Marienanlage, dieses Mal mit Beginn 17 Uhr. „Wir werden keine französische Band da haben, dafür war es zu kurzfristig mit den ganzen Einreisebestimmungen“, sagt Gießer. Dafür werde man aber auf alle Fälle die Bühne für einheimische Künstler bieten. „Und wenn noch jemand aus der Gegend Lust hat, bei der fete de la musique zu spielen, dann kann er sich gerne melden“, sagt der Vorsitzende. Vier Musiker sind bisher im Boot, die vornehmlich mit Gitarrenmusik auftreten werden. Für Speisen und Getränke werde auch gesorgt sein, sagt er. „Es wird gegrillt, es gibt Wein, so dass viele in gemütlicher Runde beisammen sitzen können. Natürlich unter Einhaltung der Hygiene-Maßnahmen.“ So werden Bierbänke und 60 Stühle aus der Kirche zum Sitzen einladen.

„Wir wollen den Leuten zeigen, dass die Kultur wieder anfängt“, sagt Grießer. Gerade die Kulturschaffenden hätten es während der Corona-Pandemie doch besonders schwer gehabt. „Viele sind selbstständig und haben keine Hilfen bekommen“, so Grießer. Die fete de la musique findet traditionell zur Sommersonnenwende am 21. Juni statt. Immer am Tag der Sommersonnenwende, am 21. Juni, sie gilt als größtes Open Air Musikfest der Welt. Abgesehen von 2020 als es ausfiel, hatte es auch in Sangerhausen in größerem Rahmen stattgefunden. Dieses Jahr dann eine Nummer kleiner und spontaner. „Ich denke, dass gerade dieses Spontane auch seinen Charme hat“, sagte Mitorganisatorin Caroline Peche dazu. (mz)