Hotel „Barbarossa“ in Kelbra

Hotel „Barbarossa“ in Kelbra : Traditionshaus hat neuen Betreiber

Kelbra - Neuanfang in Kelbra: Für das Hotel „Barbarossa“ am Stausee ist ein neuer Betreiber gefunden. Jan Klenske aus Thale, dessen Hotel GmbH das Traditionshaus übernommen hat, will es am 1. Mai wieder eröffnen. „Die Zimmer sind renoviert. Die Vermietung läuft bereits“, sagte Klenske. Der 67-jährige Diplom-Ökonom ist ein Seiteneinsteiger im Hotelgewerbe, er hat früher als Steuerberater und Wirtschaftsberater gearbeitet. Seit 2009 betreibt er, wie er sagt, mit einigem Erfolg das Hotel „Hoffmanns Gästehaus“ in Thale im Nordharz. „Während die anderen Hotels in Thale nur zu 35 Prozent ausgelastet sind, liegt die Auslastung bei uns bei 70 Prozent.“ Den Erfolg will er auch in Kelbra ...

Von Frank Schedwill 04.04.2016, 11:30

Neuanfang in Kelbra: Für das Hotel „Barbarossa“ am Stausee ist ein neuer Betreiber gefunden. Jan Klenske aus Thale, dessen Hotel GmbH das Traditionshaus übernommen hat, will es am 1. Mai wieder eröffnen. „Die Zimmer sind renoviert. Die Vermietung läuft bereits“, sagte Klenske. Der 67-jährige Diplom-Ökonom ist ein Seiteneinsteiger im Hotelgewerbe, er hat früher als Steuerberater und Wirtschaftsberater gearbeitet. Seit 2009 betreibt er, wie er sagt, mit einigem Erfolg das Hotel „Hoffmanns Gästehaus“ in Thale im Nordharz. „Während die anderen Hotels in Thale nur zu 35 Prozent ausgelastet sind, liegt die Auslastung bei uns bei 70 Prozent.“ Den Erfolg will er auch in Kelbra wiederholen.

Klenske setzt dabei vor allem auf das Internet: Stolz verweist er auf 25 Prozent Buchungen über die hoteleigene Webseite in Thale. Deshalb soll auch der Internetauftritt des Barbarossas modernisiert werden. Geplant ist, dass er in etwa zwei bis drei Wochen online geht. Eine neue Küchenmannschaft für das Hotel hat Klenske bereits zusammengestellt. Nur Servicekräfte seien schwierig zu finden, sagte er.

Das Hotel, das über die wohl beste Aussicht am Stausee verfügt, war Anfang Januar dieses Jahres geschlossen worden. Alexander Halupka und seine Frau Roswitha, die das Haus 20 Jahre lang gepachtet hatten, gingen damals in den Ruhestand. Halupka hätte aber gern weiter gemacht: Er hatte sich aber mit dem Eigentümer des Gebäudes, der Schachtbau Nordhausen GmbH, nicht über die Konditionen einigen können (die MZ berichtete). Das Hotelgebäude war im Jahr 1965 als Unterkunft für die Arbeiter errichtet worden, die damals den Damm des Kelbraer Stausees bauten. Später diente das Haus als Kinderferienlager und als Betriebsferienheim. Seit 1990 wird das Gebäude als Hotel genutzt. Das Haus verfügt über 30 Zimmer mit insgesamt 60 Betten sowie zwei Restaurants mit 90 und 60 Plätzen. Nach Angaben des früheren Betreibers haben pro Jahr etwa 6 000 Gäste in dem Drei-Sterne-Haus übernachtet. (mz)