Betriebsräte helfen Lydia

Gipsfirmen aus der Region beteiligen sich an Spendensammlung für kranke Vierjährige

Von Frank Schedwill
Die vierjährige Lydia mit  ihren Eltern Stefan und Ragna Friedrich.
Die vierjährige Lydia mit ihren Eltern Stefan und Ragna Friedrich. (Foto: Maik Schumann)

Rottleberode/MZ - Die Hilfe für die kleine Lydia aus Großleinungen, die an einem seltenen Gendefekt leidet, hält an. So haben die Betriebsräte der Firmen, die in der Arbeitsgemeinschaft Harzer Gipswerke zusammengeschlossen sind, am Dienstag angekündigt, dass ihre Firmen die laufende Spendenaktion mit insgesamt 3.000 Euro unterstützen. Als die Betriebsräte von Knauf in Rottleberode, Casea (Ellrich) und Saint-Gobain Formula (Walkenried) von Lydias Schicksal hörten, waren sie sich einig: „Da müssen wir helfen“, teilten sie mit. Lydia ist vier Jahre alt, durch den Gendefekt kann das Kind weder laufen noch sprechen. Eine Kindheit mit Toben und Spielen ist ihr verwehrt.

Aber Stefan und Ragna Friedrich, Lydias Eltern, geben nicht auf, um ihre Tochter an so vielen Begegnungen wie möglich teilhaben zu lassen. Die Familie hat bereits ihr Haus nach Lydias Bedürfnissen umgebaut. Sie braucht nun einen Kleinbus, um Lydia in ihrem Spezial-Buggy oder späterem Kinderrollstuhl zu Spezialkliniken, zur Kita oder später zur Schule fahren zu können. Deshalb hat sie einen Spendenaufruf gestartet. „Wir haben mit unseren Geschäftsleitungen gesprochen. Jede der Firmen hat sofort 1.000 Euro zugesagt“, so Roland Flügel, der Knauf-Betriebsratsvorsitzende. Für den 53.000 Euro teuren Therapiebus fehlen so noch mehr als 10.000 Euro.

›› Wer helfen möchte, kann spenden auf das Konto des Freundes- und Hilfskreises Sangerhausen e.V, IBAN DE25 8607 0024 0659 4840 00, Stichwort „Kleinbus für Lydia“.