Gelände der Mafa

Gelände der Mafa: Stellplatz für Wohnmobile soll kommen

sangerhausen - Der Sangerhäuser CDU-Stadtrat Thomas Klaube wirbt erneut für den Ausbau des Wohnmobilstandplatzes gegenüber der früheren Maschinenfabrik (Mafa).

Von Frank Schedwill

Der Sangerhäuser CDU-Stadtrat Thomas Klaube wirbt erneut für den Ausbau des Wohnmobilstandplatzes gegenüber der früheren Maschinenfabrik (Mafa).

Der Platz, der bereits als Stellplatz ausgewiesen ist, müsste begradigt und mit Stromsäulen versehen werden, um die Fahrzeuge versorgen zu können. Gespräche darüber laufen seit Monaten.

Klaube verwies auf eine neue Studie des Deutschen Wirtschaftswissenschaftlichen Instituts für Fremdenverkehr (dwif). Demnach gibt jeder Caravanfahrer rund 50 Euro pro Urlaubstag aus.

Fünf Euro pro Übernachtung

Klaube, der selbst begeisterter Wohnmobilist ist, macht den Vorschlag, dass Sangerhausen, wie die Partnerstadt Baunatal, künftig pro Übernachtung und Fahrzeug fünf Euro kassiert.

Je zwei Kilowatt Strom könnten für einen Euro verkauft werden. Mit den Übernachtungsgebühren könnten die Reinigung des Platzes und die Müllabfuhr finanziert werden.

Klaube hat errechnet, dass bei den 1.220 Wohnmobilen, die pro Jahr bereits jetzt auf dem Gelände stehen, trotzdem knapp über 1.600 Euro für die Stadt übrig bleiben.

Ziehe man die insgesamt sechs Euro für Übernachtung und Strom von den 50 Euro ab, die jeder Wohnmobilist pro Tag ausgebe, blieben so 44 Euro übrig. Bei 1.220 Übernachtungen auf dem Platz sind das heute bereits immerhin knapp 54.000 Euro.

Unterstützung fürs Rosarium

Das Geld komme dem Europa-Rosarium, Innenstadthändlern oder Gaststätten zu Gute. „Caravan-Tourismus ist mittlerweile ein bedeutender Wirtschaftsfaktor“ sagte Klaube.

Deshalb sei der Ausbau des Stellplatzes auch wirtschaftlich sinnvoll. Er wünsche sich, dass der Platz ab kommendem Frühjahr vernünftig genutzt werden könne.

Matthias Knobloch, der frühere Fachbereichsleiter für Stadtentwicklung und Bauen, hatte das eigentlich bereits für das vergangene Frühjahr in Aussicht gestellt.

Oberbürgermeister Sven Strauß (SPD) sagte, Klaube renne mit seiner Initiative bei ihm offene Türen ein. Er könne die Ungeduld gut verstehen und versprach, die Stadt werde das Projekt zu einem guten Ende bringen.

Klaube will zur feierlichen Eröffnung des fertiggestellten Platzes ein Zelt aufstellen. Strauß sagte, er werde dann das Freibier spendieren. (mz)