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Bürgerinitiative gegen den Windpark in Riestedt plant Sternwanderung

Von Grit Pommer
Symbolfoto - Windräder
Symbolfoto - Windräder (Foto: Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/dp)

Riestedt/MZ - „Wir wandern fröhlich und friedlich“ - unter diesem Motto will die Bürgerinitiative gegen den Windpark Riestedt am kommenden Sonntag, 12. September, mit einer Sternwanderung ein weiteres Zeichen setzen. In Riestedt selbst startet die Wanderung um 10 Uhr am Gemeindezentrum. Über den Pflaumenweg - die alte Bundesstraße 80 - geht es zum Zielpunkt der Sternwanderung, der am südlichen Ende des geplanten Windparks liegt. Diese Tour wird eine heimatkundliche Führung sein. Günther Koch als Vorsitzender des Riestedter Heimatvereins berichtet über Geografie, Archäologie, Flora und Fauna in dem geplanten Vorranggebiet Windkraft und berichtet auch über die Unwetter im Jahr 2011, bei denen Riestedt insgesamt dreimal von Sturzfluten getroffen wurde, die Schlammmassen in den Ort spülten.

In Sangerhausen startet die Wanderung um 9.45 Uhr am Angespann. Von dort aus geht es über den Taubenberg und die Finkenburg in die Riestedter Flur. Eine Planänderung gab es für Teilnehmer aus dem Gonnatal. Weil die Wanderung von Gonna aus doch recht lang gewesen wäre, starten die Gonnataler nun 10 Uhr am Festplatz in Riestedt und steuern von dort den Treffpunkt an.

Widerstand gegen den geplanten Windpark bei Riestedt

„Beim Meeting werden wir dann die Sachlage und den aktuellen Stand schildern“, sagt Riestedts Bürgermeister, der zugleich Vorsitzender der Bürgerinitiative ist. Die trifft sich jeden Dienstag um 17 Uhr und bereitet zurzeit die Argumente auf, die sie gegen die Ausweisung des Windkraftgebiets gesammelt hat, um sie im Rahmen des Anhörungsverfahrens schriftlich bei der Regionalen Planungsgemeinschaft (REP) Harz einzureichen. „Wir binden da auch die Stadt und den Landkreis mit ein“, sagt Schmidt. Die Sternwanderung indes soll bei Gegrilltem und Getränken ausklingen.

In ihrem neu beschlossenen Teilplan zur Nutzung der Windenergie hat die REP Harz 48 Hektar Land zwischen Riestedt und Sangerhausen als Vorranggebiet Windkraft ausgewiesen. Der Teilplan ist noch nicht rechtskräftig. Zurzeit läuft das Anhörungsverfahren, in dem jeder Betroffene seine Einwände vorbringen kann.