Netzstabilität

Querfurter Biogasanlage muss erzeugtes Gas teils ungenutzt verbrennen

Das Agrarunternehmen Querfurt liefert ein Drittel der Energie für das Fernwärmenetz der Quernestadt. Doch im ersten Halbjahr stand das Blockheizkraftwerk 18 Mal still. Der Stromnetzbetreiber Mitnetz hatte die Anlage abgeschaltet. Das sorgt vor Ort für Unmut.

Von Robert Briest 10.07.2022, 06:00
Die Biogasanlage in Querfurt läuft stets, nur ihr Erzeugnis kann nicht mehr immer eingesetzt werden.
Die Biogasanlage in Querfurt läuft stets, nur ihr Erzeugnis kann nicht mehr immer eingesetzt werden. Foto: Katrin Sieler

Querfurt/MZ - Jörg Kamprad sieht einen Widerspruch: Einerseits werde derzeit vor einer drohenden Gasknappheit gewarnt. Andererseits müsse seine Agrargenossenschaft in den letzten Monaten immer wieder produziertes Gas ungenutzt verbrennen. Das Unternehmen betreibt seit zehn Jahren in Kooperation mit der städtischen Fernwärmetochter FWQ eine Biogasanlage am Rande der Quernestadt. In der gärt der Mist aus dem Kuhstall und gibt dabei Kohlenstoff ab. Ein methanreiches Gasgemisch entsteht, dass im Blockheizkraftwerk der FWQ verbrannt wird. Die Endprodukte sind Strom und Wärme.

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